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Eröffnungsfest am 29. September

Utopie wird Wirklichkeit: Skulpturenpark wird übergeben

Hessisch Oldendorf. Was vor knapp vier Jahre fast als Utopie galt, geht jetzt seiner Vollendung entgegen. Mit einem großen Fest wird am 29. September der Skulpturenpark in der Nähe des Bahnhofs an die Öffentlichkeit übergeben. Geschaffen haben das rund 4500 Quadratmeter große Areal in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof auf dem Gelände der Firma Bessmann die bundesweit bekannte Künstlerin Gisela Mewes und ihr Lebensgefährte Architekt Werner Braun.

veröffentlicht am 10.09.2018 um 15:06 Uhr
aktualisiert am 10.09.2018 um 21:50 Uhr

Künstlerin Gisela Mewes und ihr Lebensgefährte Architekt Werner Braun vor ihrem Kunstpavillons - er hat die Form eines Oktogons. Foto: boh
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Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Für beide stand von der ersten Planungsskizze an fest, das „Kunst einen zentralen Raum brauche“ und somit geklotzt und nicht gekleckert werden müsse. Etwas futuristisch durfte es natürlich auch sein, aber ebenso sollte die zuvor brachliegende Grünfläche renaturiert und als Naherholungsgebiet in den Park mit einbezogen werden. Und das Ergebnis ist überaus gelungen.

Die spezielle Form des Kunstpavillons in Form eines Oktogons wurde von beiden mit Bedacht gewählt. Sie hat Symbolcharakter und zählt seit der Antike als Zeichen absoluter Vollkommenheit. Genau das wollten Gisela Mewes und Werner Braun mit ihrem ambitionierten und ehrgeizigen Plan erreichen - Vollkommenheit gepaart mit weithin sichtbaren Kunstobjekten, die zum Verweilen ebenso einladen wie zur intensiven Betrachtung. Senkrechte Wände sucht man im Inneren des Pavillons vergebens.

Die futuristische Holz-Stahlkonstruktion stellte den Architekten vor immense Herausforderungen. Jede einzelne Leitung, jede Ablagefläche und letztendlich jegliche Nutzung des Gebäudes musste bis ins kleinste Detail am Reißbrett konstruiert und ausgeführt werden. Entstanden ist in fast vierjähriger Bauzeit ein überdimensionierter Raum, der gleichzeitig Behaglichkeit und Kreativität ausstrahlt. Künftig werden hier Ausstellungen ebenso stattfinden wie Seminare. Außerdem besteht immer die Möglichkeit, Gisela Mewes und den ausstellenden Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Eine weitere logistische Meisterleistung stellte die Renaturierung der Grünfläche dar. Wildwuchs musste in den zurückliegenden Jahren entfernt und gleichzeitig der 700 Quadratmeter große Teich angelegt werden.

Allein die Entfernung von mehr als dreißig Meter Brombeerhecke, haben Gisela Mewes und Werner Braun in tagelanger und schweißtreibender Handarbeit bewältigt und damit einen Zugang zum angrenzenden Bach ermöglicht. Je weiter die Arbeiten am Skulpturenpark fortschritten, umso mehr Besucher stellten sich ein. Zuletzt erhielt das Künstlerpaar Besuch von einer Schulklasse, die sich mehrere Stunden über das Gelände führen ließen, sich äußerst kunstinteressiert zeigte und abschließend die Arbeit am Skulpturenpark sehr lobte. Auch Gäste aus dem niederrheinischen Rees haben vor einigen Wochen das Gelände ausgiebig erkundet.

In Rees hat Gisela Mewes vor zehn Jahren eine futuristische Stahlkonstruktion auf dem Kreisel einer vielbefahrenen Kreisstraße installiert, die mittlerweile als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt. Die Übergabe des Skulpturenparks an die Öffentlichkeit am 29. September begehen Gisela Mewes und Werner Braun in der Zeit von 10 Uhr bis 18 Uhr mit einem großen Fest. Dabei wird es zahlreiche Überraschungen für die Besucher geben. Über allem jedoch steht das Motto, das sich Gisela Mewes und Werner Braun vom ersten Skizzenentwurf an für diesen ambitionierten Park als generationsübergreifende Begegnungsstätte gegeben haben: „Sehen, fühlen, tasten, verweilen und genießen!“



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