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Blechtheater begeisterte mit einem ungewöhnlich bunten Repertoire

Ureigener Sound

HESSISCH OLDENDORF. Es begann mit einem Gospel, dem gern als Trauermarsch gespielten „Just a Closer Walk with Thee“, eher melancholisch als fröhlich, doch dann Lebensfreude pur, Tempo, Witz, Comedy, Charme und jede Menge guter Musik: Das Blechtheater schlug im Kultourismusforum auf und begeisterte mit einem ungewöhnlich bunten Repertoire aus traditionellen und modernen Kompositionen.

veröffentlicht am 13.11.2017 um 12:54 Uhr

Blechtheater begeisterte im Kultourismusforum. Foto: Henner E. Kerl
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Henner-E. Kerl Reporter
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Selbstironisch nennen sich die Musiker „die glorreichen Sieben“. Obwohl in Hessisch Oldendorf der erkrankte Eugen Koßmann fehlte, sie machten auf der Bühne des Culturvereins ihrem Namen alle Ehre: fit mit ihren Instrumenten, aber keineswegs wie ein gewöhnliches Bläserensemble, sich selbst auf die Schippe nehmend, spontan und immer bereit, Ungewöhnliches zu tun, um den Spannungsbogen hoch zu halten.

Bei einem Konzerte in Brevörde im März 2009 entschlossen sich Jonathan Mann (Trompete), Eugen Kossmann (Posaune), Felix Scholz (Trompete) und Fabian Kochta (Tuba) mehr zu machen als nur im örtlichen Blasorchester zu spielen. Für ihre Idee vom Blechtheater konnten sie danach Hanno Kossmann (Trompete), Manuel Schem (Horn) und Tobias Weymann (Posaune) gewinnen, und seither touren sie durch die Lande. Ihr Programm wird von volkstümlichen Stücken geprägt, und auch das Weserlied fehlt nicht. Doch alles klingt anders als bei üblichen Blaskapellen. Dafür sorgt vor allem Fabian Kochta. Der ist nicht nur ein Meister des Tubaspiels, er ist auch Arrangeur und Komponist und schenkt dem Blechtheater damit einen ureigenen Sound. Vor nichts in der Welt der Musik macht die Combo Halt, und zur Freude des Publikums im nahezu ausverkauften Kultourismusforum zeigt sie sich nicht nur instrumental in Hochform sondern auch gesanglich, wenn sie sich dem Knödelkochen widmet, vom Weserbogen oder das Lied für Mutti singt. Den Höhepunkt dabei hatten sie sich für ihr Finale grandioso aufgehoben: „Hey Jude“ von den Beatles wurde zur Hymne eines in vieler Hinsicht außergewöhnlichen Konzerts.

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