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Hessisch Oldendorfer wollen in Oberschule qualifiziertes und wohnortnahes Angebot vorhalten

„Unser Ziel ist ein gymnasialer Zweig“

Hessisch Oldendorf (bj). Sie heißt zwar Oberschule Hessisch Oldendorf, dabei sind es rund 600 Haupt- und Realschüler, die die Schule in der Mühlenbachstraße besuchen. Nur die 80 Mädchen und Jungen der fünften Klassen sind momentan richtige Oberschüler. Sie wurden zu Beginn des Schuljahres 2011/2012 in die neue Schulform eingeschult. Dafür wurde die bisherige Realschule mit der Hauptschule auf der Grundlage des Paragrafen 10 a des Niedersächsischen Schulgesetztes zusammengefasst.

veröffentlicht am 22.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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„Die Einrichtung der Oberschulen ist vom Gesetzgeber vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Tatsache, dass Niedersachsen ein Flächenland ist, getroffen“, erklärt Ottmar Framke, Rektor der Oberschule. Die Anmeldungen an der Hauptschule seien auch in Hessisch Oldendorf rückläufig gewesen und man habe sich daher entschieden, die Oberschule einzuführen. Sie umfasst als Schule des Sekundarbereichs I die Schuljahrgänge 5 bis 10.

„Unser Ziel ist es nun, auch einen gymnasialen Zweig anbieten zu können“, ist sich der Schulleiter mit dem Kollegium, dem Schulelternrat und dem Schulvorstand einig. Das bedeute einen Qualitätsgewinn für den Schulstandort Hessisch Oldendorf. Er sehe darin vor allem eine Chance für die guten Oberschüler, die nach der zehnten Klasse an eine berufsbildende Schule wechseln möchten. „Ich sehe in der Oberschule mit Gymnasialzweig keine Konkurrenz zu den Hamelner Gymnasien. Wir wollen für die Viertklässler der Grundschule mit einer guten Realschulempfehlung ein qualifiziertes und wohnortnahes Angebot vorhalten“, macht Ottmar Framke klar.

„Wir haben beschlossen, die Mädchen und Jungen zunächst integrativ zu unterrichten. Das heißt, der Unterricht wird im fünften Jahrgang ohne Fachleistungsdifferenzierung erteilt“, erklärt der Schulleiter. Es gibt für die Schüler keine verschiedenen Anforderungsebenen innerhalb der einzelnen Fächer. Die Bandbreite des Schülerpotenzials sei daher in jeder Klasse sehr groß, so Framke. Die Anforderungen an das Kollegium sind demnach entsprechend hoch. Er sei froh darüber, „dass der Unterricht von einer guten Kombination erfahrener und kreativer Kollegen erteilt wird“. Der Rektor macht deutlich: „Bei der Veränderung vom Frontalunterricht über die Gruppenarbeit und die Binnendifferenzierung wird es in Zukunft um eine Individualisierung des Unterrichts gehen.“ Dies sei ein langer Prozess und erfordere ein Umdenken, eine Neuorientierung und kontinuierliche Fortbildung der Pädagogen. Bedenken müsse man dabei auch, dass der Anteil, den die Schule an Erziehung zu leisten habe, in den letzten Jahren höher geworden ist. „Es bedarf engagierter Kollegen, um den veränderten Herausforderungen gewachsen zu sein. Dies gilt nicht nur speziell für die Oberschule, aber an unserer Schule haben wir sie“, führt Ottmar Framke aus. Während die Schule für die Haupt- und Realschüler als offene Ganztagsschule mit freiwilligem Nachmittagsangebot geführt wird, gilt für die Oberschüler die teilweise gebundene Ganztagsschule. „Die Fünftklässler sind verpflichtet, am Dienstag- und Donnerstagnachmittag an den Angeboten teilzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler können Arbeitsgemeinschaften auswählen oder nehmen an Fördermaßnahmen teil“, sagt Ottmar Framke.

Auch den zweiten Jahrgang der Oberschüler, der im September, also nach den Sommerferien, kommt, werde man wieder integrativ unterrichten. „Es wird eine gute Mischung aus engagierten Oldies und innovativen Youngstern sein, die im kommenden Schuljahr in den fünften Klassen eingesetzt wird“, sagt der Rektor.

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