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Frontalzusammenstoß auf der Landesstraße zwischen Pötzen und Texas / Rettungshubschrauber im Einsatz

Unfallfahrer steckt 30 Minuten im Autowrack fest

Pötzen (tis). Ein folgenschwerer Frontalzusammenstoß ereignete sich gestern gegen 12 Uhr auf der L 423 zwischen Pötzen und Höfingen-Texas. Dabei musste in einer dramatischen Rettungsaktion ein 83-jähriger Golf-Fahrer aus Pötzen befreit werden. Der Mann war mit lebensgefährlichen Verletzungen kopfüber in seinem Pkw eingeklemmt. Schwer verletzt wurde weiterhin der entgegenkommende 46-jährige Autofahrer aus Segelhorst.

veröffentlicht am 05.02.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:41 Uhr

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Nach Polizeiangaben war der 83-Jährige mit seinem VW Golf von Höfingen in Richtung Pötzen unterwegs. Wenige 100 Meter vor dem Ortseingang kam der Pötzener nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei aus ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß sein Pkw mehr oder weniger ungebremst mit einem entgegenkommenden Mazda zusammen. Dessen 46-jähriger Fahrer hatte keine Chance mehr zum Ausweichen. Beide Fahrzeuge schleuderten in den Straßengraben, der Golf überschlug sich sogar aufgrund der Wucht des Zusammenstoßes und blieb auf dem Dach liegen.

Nach der Unfallmeldung wurden von der Regionalleitstelle die Notärzte aus Hameln und Bad Münder, Rettungswagen der Feuerwehr Hameln und des DRK-Stützpunktes Hessisch Oldendorf zusammen mit der Feuerwehr Hessisch Oldendorf und der Polizei zur Unfallstelle geschickt. Später landete auch noch der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Niedersachsen“ aus Hannover auf der Landesstraße 423.

Während der Mazda-Fahrer recht schnell mit schweren Verletzungen aus seinem Pkw befreit werden konnte, gestaltete sich die Rettung des Golf-Fahrers schwierig. Zunächst musste der auf dem Dach liegende Pkw gesichert werden, dann musste mit hydraulischem Gerät die Tür entfernt und eine genügend große Öffnung geschaffen werden. Zwischendurch wurde der lebensgefährlich Verletzte von der Notärztin und Rettungsassistenten versorgt. Zuvor hatten schon zwei zufällig privat auf den Unfall zukommende Rettungsassistenten der Feuerwehr Hameln Erste Hilfe geleistet.

Nach rund 30 Minuten konnte der 83-Jährige befreit werden. Der Luftretter „Christoph Niedersachsen“ übernahm den Transport des Pötzeners ins Friederikenstift Hannover. Die L 423 blieb während der Rettungsarbeiten und der genauen Unfallaufnahme durch die Polizei sowie bei den anschließenden Bergungs- und Reinigungsarbeiten der Fahrbahn gestern bis gegen 15.30 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wurde großräumig umgeleitet.

Ein weiterer Unfall mit zwei Verletzten hat sich, wie die Polizei gestern mitteilte, bereits am Sonntagabend auf der früheren B 83 im Bereich der Gellermann-Kurve ereignet. In diesem Zusammenhang ermittelt die Polizei gegen eine 27-jährige Frau aus Bad Eilsen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung. Sie war alkoholisiert und ohne Licht mit ihrem Auto auf der Welseder Straße unterwegs gewesen.

Die 27-Jährige fuhr gegen 19 Uhr bei Dunkelheit ohne Licht mit ihrem Opel Vectra stadtauswärts. In der Gellermann-Kurve geriet sie auf die Gegenfahrbahn, auf der ihr zwei Fahrzeuge entgegenkamen. Während eine 59-jährige Hessisch Oldendorferin noch ausweichen konnte, stieß die Bad Eilsenerin gegen den dahinter folgenden Renault Clio, dessen Fahrerin (19) nicht mehr ausweichen konnte. Durch den Zusammenprall wurden die Opel- und die Renaultfahrerin aus Rinteln leicht verletzt, es entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt 6000 Euro. Polizeibeamte stellten bei der Unfallaufnahme eine deutliche Beeinflussung durch Alkohol bei der 27-jährigen Opel-Fahrerin fest.

„Hier hatte der Unfall glücklicherweise nur leichte Verletzungen zur Folge, doch die Unfallstatistik der Polizei zeigt, dass auf dem Heimweg von der Disco, von der Party oder aus der Kneipe tragische Unfälle mit schweren Verletzungen die Folge sein können, wenn Alkohol im Spiel ist. Bei Alkohol am Steuer hört der Spaß auf, wie auch die 27-Jährige nach dem Unfall feststellen musste“, betont Polizeioberkommissar Schedlitzki.

Neben der Strafanzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung sowie der Entnahme der Blutprobe wurde auch der Führerschein von der Polizei beschlagnahmt. Die Bad Eilsenerin muss, was die Begleichung der Unfallschäden angeht, zudem mit einer Geldrückforderung ihrer Haftpflichtversicherung rechnen. Weitere Informationen zu den Konsequenzen einer Alkoholfahrt gibt es im Internet unter „www.ddad.de“, der Seite der Kampagne „Don’t drink and drive“.



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