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In der Filiale in Hemeringen gibt es kein Überweisungsterminal mehr

Trotz guter Infrastruktur im Ort: Die Sparkasse baut ab

Hemeringen. „Heimlich still und leise“, so beschreibt es der Hemeringer Jörg Künne, habe die Sparkasse Hameln-Weserbergland das Überweisungsterminal in Hemeringen abbauen lassen. Laut Sparkasse sei es defekt gewesen; die Nutzungszahlen so gering, dass eine Neuanschaffung sich nicht lohne.

veröffentlicht am 03.02.2016 um 16:22 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 14:12 Uhr

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„Nachdem bereits die Öffnungszeiten der Filiale auf ein Minimum gekürzt wurden, ist das jetzt die zweite große Einschränkung für die Kunden in Hemeringen“, ärgert sich Künne. Hat die Filiale in Hemeringen nicht geöffnet, muss er nun nach Hessisch Oldendorf fahren, um eine Überweisung zu tätigen. Nahegelegt worden sei ihm das Online-Banking, doch da traut Künne sich noch nicht dran. Dabei wächst die Zahl der Online-Banking-Nutzer wie Stephan Rohmann, Sprecher der Sparkasse Hameln-Weserbergland erklärt, rasant: „Im Durchschnitt nutzen unsere Kunden für Servicedienstleistungen, zum Beispiel Überweisungen, jährlich 190-mal die Sparkassen-App auf mobilen Endgeräten und 108-mal die Internetfiliale, besuchen jedoch lediglich noch einmal unsere Geschäftsstellen. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen.“ Die Nutzung der Überweisungsterminals gehe laut Rohmann somit folglich zurück, Anschaffung und Wartung der Terminals steigen auf umgerechnet 50 Cent pro Überweisung an. Gehe dann ein Gerät wie in Hemeringen kaputt, werde es nicht mehr durch ein neues ersetzt. Und das habe auch nichts mit der Sparkassen-Fusion zu tun, hier Einsparungen vorzunehmen, betont Rohmann. Vielmehr seien die Nutzungszahlen der Überweisungsterminals ausschlaggebend. „Aufgrund dieser Entwicklung haben die beiden Sparkassen bereits vor der Fusion unabhängig voneinander grundsätzlich entschieden, Überweisungsterminals ausschließlich in den Beratungszentren beziehungsweise größeren Geschäftsstellen vorzuhalten“, erklärt der Sprecher und verweist auf andere Kreditinstitute, die in Ortschaften wie Hemeringen, wo es mit Schule, Kindertagesstätte, Schlachter, Bäcker, Friseur, Apotheke und Discounter eine noch gut funktionierende Infrastruktur gibt, auch kein Überweisungsterminal bereithalten.

Künne findet es „nicht preisgünstig“ jedes Mal für eine Überweisung nach Hessisch Oldendorf zu fahren und ärgert sich über den „Kundenservice“ der Sparkasse Hameln-Weserbergland. Vor allem denkt er dabei an Dorfbewohner, die nicht mobil sind. Stephan Rohmann verweist in diesem Zusammenhang noch auf eine andere Möglichkeit als das Online-Banking: „Auch telefonisch können unsere Kunden Überweisungsaufträge erteilen.“kk

In der Sparkassen-Filiale in Hemeringen gibt es kein Überweisungsterminal mehr.

Dana



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