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Wahrendahler wollen Unterstand für Haltestelle – und dafür Geld vom Land sehen

Trockenen Fußes auf den Bus warten

Lachem/Wahrendahl. Einfach mal das Auto in der Garage stehen lassen und auf die öffentlichen Nahverkehrsmittel umsteigen – spart Sprit und schont die Umwelt. Ganz abgesehen davon, dass nicht nur immer mehr Menschen diese Alternative nutzen, es entsteht mit der Zeit so etwas wie eine Solidargemeinschaft. Voraussetzung dafür ist natürlich ein Ausbau des Nahverkehrsnetzes. Wer kennt nicht die früheren Missstände, dass man gern auf den Bus umgestiegen wäre, allerdings nur dreimal am Tag überhaupt einer verkehrte. Die Zeiten sind zum Glück vorbei. Das gilt besonders für den Ausbau des Nahverkehrsnetzes im Landkreis Hameln-Pyrmont. Busse verkehren bei Wind und Wetter.

veröffentlicht am 30.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

von stefan Bohrer
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Und genau da liegt das Problem – auch in Wahrendahl. In manchen Dörfern steht der potenzielle Fahrgast buchstäblich im Regen. Es gibt zwar das Haltestellenschild, jedoch keinen Unterstand. Doch es gibt Licht am verregneten Bushorizont: Das Land Niedersachsen fördert auch in diesem Jahr Einzelprojekte des öffentlichen Personennahverkehr mit rund 40 Millionen Euro. Auf den Weg gebracht hat dieses Förderprogramm Verkehrsminister Olaf Lies. Das Konjunkturprogramm sollte allerdings lediglich bis vor zwei Jahren laufen. Inzwischen hat aber das Landesministerium die Weichen dafür gestellt, dass Anträge zur Förderung bis Ende Mai gestellt werden können.

Der Verkehrsminister gibt sich zuversichtlich, dass damit nicht nur eine ausreichende Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Flächenland Niedersachsen sichergestellt, sondern die Attraktivität des Nahverkehrsangebots auch weiter gesteigert werde. Gegenüber dem Vorjahr konnte zudem das Volumen der finanziellen Fördermittel um elf Prozent gesteigert werden. Was durch die Ausschüttung der Gelder in geeignete Projekte außerdem Arbeitsplätze schafft und sichert.

Auf Gelder hoffen dürfen allerdings nur die Städte, Gemeinden und Dörfer, die nicht etwa Vorhandenes einfach nur sanieren wollen. Die Devise heißt „Neubau“. Reine Unterhaltungsmaßnahmen sind nämlich nicht fördermittelfähig. Ein Umstand, der auch dem Ortsrat Hemeringen/Lachem bekannt ist. Bei der Ortsratssitzung wurde jetzt einstimmig beschlossen, in Wahrendahl ein neues Buswartehäuschen aufzustellen und den entsprechenden Antrag auf den Weg durch die Instanzen zu bringen. Die in Wahrendahl vorhandene Haltestelle, die von der Buslinie 24 angefahren wird, müsste dazu allerdings verlegt werden, damit sie gemäß des Kriteriums „Neubau“ förderfähig wäre – und dann auch ein Wartehäuschen bekommen könnte. Es ist nun erst mal an der Stadt Hessisch Oldendorf, hier einen geeigneten neuen Standort zu finden und so den Antrag aus dem Ortsrat umzusetzen; und das natürlich schon auf dieser frühen Ebene in Absprache mit der Verkehrsgemeinschaft Nahverkehr Hameln-Pyrmont (Öffis). Dann könnte es im Jahr 2016 Fördergelder für den Neubau geben. Ein entsprechender Antrag soll ebenfalls für die Ortschaft Lachem gestellt werden, die derzeit über zwei Haltestellen verfügt – die eine namentlich „Lachem Mitte“ und eine an der Landesstraße. Angefahren werden sie von den Buslinien 24 und 28. Auch für Lachem gilt: Will der Ortsteil im kommenden Jahr Fördergelder aus dem Landestopf für eine Bushaltestelle bekommen, müsste ein neuer Haltepunkt her oder einer der beiden existierenden verlegt werden, was wahrscheinlicher sein dürfte. So konkret sind die Pläne in Lachem aber offenbar noch nicht. Falls beiden Anträgen stattgegeben würde, dürfte das nachhaltig dazu beitragen, öfter den Bus zu nutzen. Dabei soll allerdings auch an ein barrierefreies Ein- und Aussteigen gedacht werden, damit auch behinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen das Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel erleichtert wird.



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