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Doch Einwohnerrückgang und Sparverhalten verursachen Probleme / Einsparpotenziale sind ausgeschöpft

Trinkwasserpreis und Abwassergebühr bleiben stabil

Hessisch Oldendorf (doro/red). Der Trinkwasserpreis und die Abwassergebühr bleiben auch 2011 stabil. Das ist die wichtigste Aussage, die der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hessisch Oldendorf und der Betriebsausschuss des Abwasserbetriebs in ihren letzten Sitzungen im November gemacht haben. Bei den Sitzungen wurden die Wirtschaftspläne für das Jahr 2011 beraten und beschlossen.

veröffentlicht am 26.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 03:21 Uhr

Sollte sich die Bevölkerungsentwicklung in naher Zukunft nicht stabilisieren, ist mit negativen Jahresergebnissen zu rechnen.
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Prokuristin Susanne Hellmann und Geschäftsführer Georg Joschko hatten die Wirtschaftspläne erläutert und die wesentlichen Grundsätze der Zahlenwerke dargestellt. In beiden Betrieben gilt weiterhin strikt, keine neuen Darlehen aufzunehmen, sondern die Altschulden weiter abzubauen, um so die Zinslast zu reduzieren. Das heißt, dass Investitionen nur in dem unbedingt notwendigen Umfang durchgeführt werden. Betriebsausschuss und Aufsichtsrat unterstützen diese Strategie, obwohl damit in den Unternehmen ein Werteverzehr stattfindet, da das Investitionsvolumen unter den jährlichen Abschreibungen liegt.

Im Abwasserbetrieb konnten so die Zinsen seit dem Jahr 2000 von rund 1 Million Euro auf jetzt rund 630 000 Euro gesenkt werden. Bei den Stadtwerken mit der Wasserversorgung greift diese Strategie auch schon, obwohl der Abwasserbetrieb erst seit dem Jahr 2005 für die technische und kaufmännische Betriebsführung verantwortlich ist. Hier konnten die Zinsen bislang von rund 230 000 Euro auf rund 160 000 Euro reduziert werden.

Diese positiven Effekte können allerdings die negative Einwohnerentwicklung Hessisch Oldendorfs nicht auffangen. „Die Rahmenbedingungen, in denen wir uns bewegen, sind nicht gerade erfreulich“, erläutert Stadtwerkechef Georg Joschko, „unsere Kunden sparen weiterhin beim Wasser und zudem verliert Hessisch Oldendorf weiterhin permanent Einwohner.“

Durch diese anhaltenden Einwohnerverluste verschärft sich zunehmend die Ertragssituation. Ende dieses Jahres wird Hessisch Oldendorf gerade noch 19 000 Einwohner haben. Sollte sich die Bevölkerungsentwicklung in naher Zukunft nicht stabilisieren, ist mit negativen Jahresergebnissen zu rechnen.

„Die möglichen Einsparpotenziale im Aufwand sind ausgeschöpft“, so Joschko weiter, „eine weitere Reduzierung der Mittel im Unterhaltungsbereich ist vor dem Ansatz Funktionssicherheit und Bestandserhaltung nicht vertretbar.“ Der Betriebsausschussvorsitzende Otto Deppmeyer und der Aufsichtsratsvorsitzende Bürgermeister Harald Krüger freuten sich dennoch darüber, dass bei all den Preiserhöhungen in anderen Bereichen der Wasserpreis und die Abwassergebühr für ein weiteres Jahr stabil bleiben.



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