weather-image
24°

Trinkwasserbrunnen nach Ölunfall wieder am Netz

Haddessen (ube). Drei Wochen lang waren zwei Trinkwasserbrunnen im Haddesser Falltal abgeschaltet. Grund: Ein Holzlastzug hatte auf einem asphaltierten Forstweg nach Polizeiangaben rund 100 Liter Diesel verloren. Aus Angst, dass der Diesel das Grundwasser verunreinigen könnte, hat man die Brunnen vom Netz genommen.  Inzwischen ist die Gefahr gebannt. Das teilte gestern Friedel Möller, Fachdienstleiter für Wasser, Abfall und Bodenschutz bei der Landkreisbehörde, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

veröffentlicht am 09.11.2009 um 15:49 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 01:41 Uhr

Ölunfall
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Abonnement
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Haddessen (ube). Drei Wochen lang waren zwei Trinkwasserbrunnen im Haddesser Falltal abgeschaltet. Grund: Ein Holzlastzug hatte auf einem asphaltierten Forstweg nach Polizeiangaben rund 100 Liter Diesel verloren. Aus Angst, dass der Diesel das Grundwasser verunreinigen könnte, hat man die Brunnen vom Netz genommen.  Inzwischen ist die Gefahr gebannt. Das teilte gestern Friedel Möller, Fachdienstleiter für Wasser, Abfall und Bodenschutz bei der Landkreisbehörde, auf Anfrage unserer Zeitung mit.
 Am 22. Oktober hatte ein Holzlastzug auf einem asphaltierten Forstweg nach Polizeiangaben rund 100 Liter Diesel verloren. Die Kraftstoffspur sei 1600 Meter lang gewesen, sagte der Ortsbrandmeister von Haddessen, Ralf Ossig. Seine Feuerwehrleute, die von Kameraden aus Fischbeck, Pötzen und Hessisch Oldendorf unterstützt wurden, waren sechs Stunden im Einsatz. 16 Sack Bindemittel wurden verbraucht.
 Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki sagte gestern, an fünf Stellen sei Kraftstoff im Waldboden versickert. Mit einem Bagger seien noch am selben Tag etwa acht Kubikmeter kontaminierte Erde ausgekoffert worden, berichtete Stadtbrandmeister Hans Jürgen Hoffmann. Die so entstandenen Löscher wurden mit Schotter aufgefüllt.
 Bei einem Wendemanöver im Wald hatte der Fahrer (46) eines Holz-Lastzuges vermutlich einen Baumstumpf gerammt. Dabei war ein Diesel-Tank leck geschlagen. Gegen den Mann werde ermittelt. „Es besteht der Anfangsverdacht der Bodenverunreinigung“, sagte Schedlitzki – und erklärte: „Das ist eine Straftat.“
 Georg Joschko, Geschäftsführer der Stadtwerke Hessisch Oldendorf, erfuhr gestern von der Dewezet, dass die Brunnen des Wasserbeschaffungsverbandes „Süntelwald" sofort wieder ans Netz gehen können. Joschko stellte klar, das Abschalten von zwei der drei Wassergewinnungsanlagen im Falltal sei „lediglich eine reine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen. Hätte ja sein können, dass geringe Mengen Treibstoff über das Oberflächenwasser in das Grundwasser gelangen.
 Dass die Brunnen nun wieder fördern können, ist laut Risikoeinschätzung des Landkreises „problemlos möglich“.
 Die Versorgungssicherheit sei nicht betroffen gewesen, so der Stadtwerke-Geschäftsführer. Soll heißen: Niemand hatte in den vergangenen Wochen kein oder weniger Wasser als sonst zur Verfügung. Denn die Brunnen laufen nicht zeitgleich, sondern im Wechsel. Die Fördermenge des einen Trinkwasserbrunnens sei ausreichend gewesen. Versorgt würden neben Haddessen, Pötzen und Texas auch Teile von Bensen, sagte Joschko.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare