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Hensel fordert professionelle Führung

Trägerverein des „Lebensbaumes“ vor Umbruch

Hessisch Oldendorf. Der Verein „Eberhard Poppelbaum Senioren- & Pflegezentrum“, der das Seniorenheim „Lebensbaum Hessisch Oldendorf“ trägt, steht vor einem Umbruch. Wie der neue Vereinsvorsitzende und Pastor Michael Hensel im Anschluss an die jüngste Mitgliederversammlung mitteilte, müsse „der Verein über eine strukturelle Veränderung nachdenken“. Hensel forderte konkret „eine professionelle Geschäftsführung“ für den Trägerverein. Schließlich sei es für einen ehrenamtlich arbeitenden Vorstand heutzutage kaum zu leisten, solch wichtige Aufgaben im Bereich der Pflege zu übernehmen.

veröffentlicht am 23.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:41 Uhr

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Die Mitglieder folgten diesem Vorschlag und beauftragten den zukünftigen Vorstand, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Nach vier Jahren im Amt bedankte sich der Trägervereins-Vorsitzende Wolfgang von Aulock für die gute Zusammenarbeit. Zum neuen Vorsitzenden wurde Hensel gewählt, zur stellvertretenden Vorsitzenden Andrea Furche, die in Wunstorf das Kirchenamt für vier Kirchenkreise leitet. Als Schriftführer steht künftig Frank Werhahn zur Verfügung, der bei der Stadt Hessisch Oldendorf den Finanzbereich leitet und ebenfalls den Bürgermeister vertritt. Beisitzer sind Wolfgang von Aulock, Dr. Uwe Förster, Dr. Markus Goltermann, Klaus Haarmann und Werner Hobein.

Das Altersheim „Lebensbaum Hessisch Oldendorf“ an der Schulstraße hieß bis vor kurzem noch „Eberhard Poppelbaum Senioren- & Pflegezentrum“. Heute führt nur noch der Trägerverein diesen Namen. Die zweite Änderung: Karin Raestrup leitet die Einrichtung seit dem 1. Oktober. Sie ist verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter, begeisterte Reiterin und Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Auetal. Raestrup freute sich laut Hensel über steigende Belegungszahlen. Außerdem berichtete sie anlässlich der Mitgliederversammlung über ihre Erfahrungen mit dem neuen Wohngruppenkonzept, das bei vielen Bewohnern auf positive Resonanz stoße. In den Wohngruppen können die Senioren je nach Wunsch kochen, backen oder basteln. Individuell können sich Gruppen finden und gemeinsam an Aktivitäten teilnehmen oder auch selbst gestalten. Dritte Neuerung: Am 15. Oktober wurde das Seniorenzentrum neu eröffnet nach rund dreijährigen Umbau- und Erweiterungsarbeiten. Sie waren mit mehr als 5,2 Millionen Euro veranschlagt, wegen unerwarteter Probleme beim Bau des Mitteltrakts verzögerten sie sich jedoch und verteuerten sich um 850 000 Euro. Aufgrund neuer Standards und um auf die Bedürfnisse der Bewohner einzugehen, waren Abriss, Neu- und Umbau nötig gewesen. Der Umbau im laufenden Betrieb war kompliziert und führte zu Belästigungen für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter. Aufgrund der Bauverzögerung um ein Jahr waren die Kosten gestiegen – all dies war auch am Vereinsvorstand nicht spurlos vorübergegangen.red

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