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Ungewöhnliche Lesung: In der Schillat-Höhle wurden Sagen und Kurzgeschichten präsentiert

„Tiefgründiges“ in der Schillat-Höhle

HESSISCH OLDENDORF. Die ersten Spuren menschlicher Kunst und Kultur finden sich in Höhlen. Warum also nicht einige Jahrtausende später und in anderer Form, daran anknüpfen? Das dachte sich wohl auch die Leseschmiede des Culturvereins Hessisch Oldendorf, die am Freitag zu einer Leseveranstaltung der besonderen Art in die Schillat-Höhle eingeladen hatte.

veröffentlicht am 07.08.2017 um 09:59 Uhr

Lese-Schauplatz Schillat-Höhle: Hier mussten sich die Besucher warm anziehen, um den Geschichten zu lauschen. Foto: cd

Autor:

Conrad Dauer
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Rund 20 Interessierte hatten sich eingefunden, um in der Höhle, die erst seit 2004 für die Öffentlichkeit zugänglich ist, „Tiefgründiges“ zu hören und zu erfahren. Denn das war – der Lokalität entsprechend – das Thema, unter dem die Veranstaltung stand.

Die Teilnehmer wurden, nachdem alle die obligatorischen Helme erhalten hatten, per Fahrstuhl in die Tiefe gefahren und an drei ausgesuchte Stellen geführt: zwei innerhalb der Höhle und eine auf dem von der Höhle aus erreichbaren Felsplateau. Dort hielten dann Anja und Uwe Förster, Bärbel Waßmuth und Gabriele Lingen die Lesungen, deren Spannbreite von Kurzgeschichten, über Romanauszüge bis hin zu Sagen aus der Region ging. Allen gemeinsam war die Thematik von Tiefe, im direkten wie im übertragenen Sinn. Da konnte, in dieser spezifischen Atmosphäre, eine ebenso tiefe Wirkung auf die Zuhörer (und die Vortragenden) nicht ausbleiben. Die positive Resonanz beim Publikum zeigte sich auch nach dem „Wiederaufstieg“, als – erstmals im Rahmen einer Lesung – ein warmer Imbiss angeboten wurde.

Ursprünglich gab es Lesungen unter der Ägide des Culturvereins und des Werkhofes jährlich um die Weihnachtszeit herum. Die Idee, zusätzlich dazu einmal im Jahr Lesungen an jeweils unterschiedlichsten Orten zu veranstalten, entstand bereits vor über zehn Jahren, als sich der damalige Lesekreis überlegte, ein weiteres literarisches Angebot zu machen. Lesungen gab es seitdem etwa schon im Altenheim, im Klinikum, in einem Möbelhaus und auch im VW-Museum in Hessisch Oldendorf. Und immer war die Auswahl an Literatur der jeweiligen Umgebung angepasst. Eine weitere dieser Leseveranstaltungen fand in einer alten Schmiede statt. Dort kam man dann auf den heutigen Namen des Kreises „Leseschmiede“. „Das klingt interessanter und attraktiver als die alte Bezeichnung“, sind sich die Vorleser einig.

Die nächste „normale“ Lesung gibt es übrigens am 6. Dezember. Wo die nächste ortsspezifische Lesung stattfinden wird, steht derzeit noch nicht fest. Ein Vorschlag: Wie wäre es mal, quasi als Gegenpol zum diesjährigen Ort, in luftiger Höhe?

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