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Elternvertreter halten an Konzept ohne IGS-Angebot fest / Brief an Kreistags-Fraktionen

Tiefe Gräben in der Schuldebatte

Hessisch Oldendorf. Die Auseinandersetzung um die Zukunft der Oberschule in Trägerschaft des Landkreises geht weiter. Nachdem sich Bürgermeister Harald Krüger (SPD) und drei Hessisch Oldendorfer sozialdemokratische Kreistagsabgeordnete in dieser Woche erneut für eine IGS ausgesprochen haben, kommt nun Gegenwind aus der Elternschaft der Oberschule. Vertreter des Schulelternrates und -vorstandes appellieren an die Fraktionen der im Kreistag vertretenen Parteien, das Konzept zu unterstützen, das von der Bildungseinrichtung erarbeitet worden ist. In diesem Gremium, im Kreisschulausschuss und bei einer Informationsveranstaltung für Eltern habe es eine Mehrheit für das Modell der Oberschule gegeben. „Es wäre für uns jedenfalls völlig unverständlich, wenn drei Entscheidungen für die Konzeption einer modifizierten Oberschule übergangen würden“, heißt es in dem Schreiben der Elternvertreter Carsten Waltemathe, Kathrin Fauth und Kerstin Winkel an die Fraktionen. „Wir appellieren deshalb an Sie, sich dem Votum des Kreisschulausschusses anzuschließen.“

veröffentlicht am 05.12.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:41 Uhr

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Dort hatte die Mehrheit aus CDU und FDP das Konzept der Oberschule befürwortet. Sie beabsichtigt, die Profilbildung Technik und Gestaltung ab dem 1. August 2015 für die Klassen 5 und 6 in den Folgejahren jahrgangsweise aufsteigend einzuführen. Die Fachoberschulen Technik und Gestaltung sollen zum selben Termin starten. Die Mehrheit im Kreistag allerdings hat die Gruppe aus SPD, Grünen und dem Abgeordneten der Piraten. Und sie hatten vor einem Jahr ausdrücklich den Auftrag erteilt, ein gymnasiales Angebot in Hessisch Oldendorf zu schaffen und dazu ausdrücklich die Beteiligung aller Akteure vor Ort eingefordert. Diese allerdings haben dann anders entschieden.

Schulelternratsvorsitzender Carsten Waltemathe, seine Stellvertreterin Kathrin Fauth und Kerstin Winkel als Elternvertreterin im Schulvorstand äußern nun die Sorge, dass der Kreistag anders entscheidet. In Erinnerung rufen sie das beteiligungsorientierte Verfahren. An dem Konzept beteiligt gewesen seien neben dem Schulvorstand Vertreter des Landkreises, der Landesschulbehörde und Stadt sowie ein Vertreter der Wirtschaft Hessisch Oldendorfs und die Vorsitzenden der vier Schulelternräte der Grundschulen. Zwar sei bei der letzten Sitzung dieses Arbeitskreises auf eine Abstimmung verzichtet worden, weil die beiden Vertreter der Grundschule am Rosenbusch noch Informationsbedarf angemeldet hätten, dennoch: „Wäre es am Ende dieser Sitzung zu einer Abstimmung gekommen, hätte das Konzept der modifizierten Oberschule eindeutig den Vorzug bekommen“, schreiben die drei Unterzeichner, die alle dem Schulvorstand angehören.

Außerdem verweisen sie auf eine Informationsveranstaltung am 24. November. Eltern der ersten drei Grundschuljahrgänge aller vier Grundschulen und des letzten Kindergartenjahrganges seien der Entwurf für eine zukünftige Oberschule wie auch für die Form einer Integrierten Gesamtschule vorgestellt worden. „Die anwesenden Eltern gaben dem Oberschulkonzept den Vorzug, obwohl die Vertreter der IGS-Initiative sehr aktiv für die von ihr favorisierte Schulform und die Teilnahme an der Veranstaltung geworben haben“, heißt es in dem Schreiben. Am Tag danach beriet der Kreisschulausschuss. Sollte der Kreistag zu einer anderen Entscheidung kommen, könnte man zumindest der Mehrheit unterstellen, dass das Votum des Fachausschusses mit den Stimmen der externen stimmberechtigten Mitglieder nicht für gehaltvoll erachtet werde und damit missachtet werden könne. In dem Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden heißt es: „Ob mit dieser möglichen Haltung das Engagement von Eltern gestärkt oder geschwächt wird, mag jeder für sich entscheiden.“ cb



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