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Betreiber mit Baugenehmigung nicht einverstanden / Stadt sind die Hände gebunden

Supermarkt lässt auf sich warten

Hemeringen. Kommt er oder kommt er nicht, das ist die Frage. Die Hemeringer Einwohner müssen sich nicht wie einst Hamlet mit dem Totenschädel auf die Straße stellen, um diese Frage zu beantworten. Gebaut wird der Supermarkt auf jeden Fall, heißt es aus Verwaltungskreisen. Nur wann, darüber kann Heiko Wiebusch, Fachbereichsleiter bei der Verwaltung, keine Auskunft geben. Fest steht allerdings, dass die Nahversorgungslücke in „Klein-Berlin“ definitiv nicht bis Ostern geschlossen werden kann, wie es noch im letzten Jahr angekündigt wurde. Das Gelände, auf dem der Markt gebaut werden soll, liegt nach wie vor brach.

veröffentlicht am 12.03.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

von Stefan Bohrer
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„Ich fange mal mit dem Positiven an“, erklärt Wiebusch bei der Sitzung des Hemeringer Ortsrates. Der Markt mit einer Gesamtgröße von etwa 800 Quadratmetern werde auf jeden Fall gebaut, die Baugenehmigung dazu liege bereits lange vor. „Allerdings ist der Marktbetreiber in zwei Teilpunkten mit der Genehmigung nicht einverstanden“, so Wiebusch weiter. Nach bisheriger Genehmigung ist der dem Markt angeschlossene Backshop vom Verkaufsraum abgetrennt. Ein Umstand, den der Marktbetreiber nicht hinnehmen will. Ebenso halte er die Werbeflächen mit insgesamt etwa zehn Quadratmetern für zu klein. In beiden Punkten soll nachgebessert werden.

Einig werden muss sich der Antragsteller mit dem Landkreis. Die Änderung im Bebauungsplan sei von Stadtverwaltungsseite bereits im Oktober 2014 vorgelegt worden. „Es liegt also nicht an der Verwaltung“, unterstreicht Wiebusch noch einmal ausdrücklich und fügt an: „Bei uns im Rathaus brennt bestimmt nichts an, denn wir haben äußerst schnell reagiert.“ Somit sei die Verwaltung als Entscheidungsgremium außen vor. Daher sei er auch das Schwarze-Peter-Spiel leid, dass seit über einem halben Jahr hinter vorgehaltener Hand getrieben werde.

Der Antragsteller müsse die Änderung des Bauantrages forcieren, damit es in Hemeringen endlich weitergeht. Wann allerdings tatsächlich der erste Spatenstich zum Neubau des Marktes erfolgen werde, steht bisher noch in den Sternen. „Jedoch wird es höchste Zeit“, gibt der ortsansässige Apotheker Dietmar Kostroa zu Bedenken. Vor drei Jahren hat der letzte Nahversorger in Hemeringen seine Pforten geschlossen. „Was absolut nachteilig für diejenigen war, die nicht mehr mit dem Auto fahren können. Und hier in Hemeringen gibt es einen hohen Anteil an älteren Menschen, die seitdem auf Nachbarschaftshilfe beim Einkauf angewiesen sind“, erklärt Kostroa. Einigkeit herrscht auch bei der Ortsratsitzung darüber, dass so bald wie möglich mit dem Bau begonnen werden müsse. Die Genehmigungsänderung solle endlich auf den Weg gebracht werden, um diese Nahversorgungslücke in Hemeringen endlich ein für alle Mal zu schließen. Ein Umstand, für den der Marktbetreiber nach Erkenntnissen aus der Ortsratssitzung allein verantwortlich zeichnet.

Hemeringen

Die Fläche für den geplanten Supermarkt an der Hamelner Straße steht schon fest. Auch die Baugenehmigung für den Markt liegt schon vor. Lediglich in zwei Teilpunkten ist der Marktbetreiber mit dieser jedoch noch nicht einverstanden.

Grafik: ths

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