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Katrin Hilpert und Klaus Peters schaffen sich ein ländliches Idyll mit exotischen Tieren

Süntelbuche und Alpakas

HADDESSEN.Im Gehege stehen vier Alpakas, daneben indonesische Cemani-Hühner. In der ehemaligen Scheune tummeln sich Schwalben und vor dem Hofgebäude steht seit wenigen Tagen eine seltene Süntelbuche. Katrin Hilpert und ihr Mann Klaus Peters sind zugezogen, haben den „Süntelhof“ an der Hannebreite in Haddessen gekauft, renovieren ihn und sind dabei, sich ein ländliches Idyll zu schaffen. Doch was machen die Neu-Haddesser mit schwarzfleischigen Hühnern und kamelartigen Tieren aus den Anden auf dem ehemaligen Bauernhof?

veröffentlicht am 13.08.2018 um 13:12 Uhr

Katrin Hilpert hat zusammen mit ihrem Mann den „Süntelhof“ gekauft, den sie zurzeit renoviert. Mit auf dem Hof leben Alpakas und Cemani-Hühner. Foto: jsp
Jens Spickermann

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„Das ist ein Traum, den wir uns hier erfüllen“, sagt Hilpert. Mit Landwirtschaft hatte die hauptberufliche Assistentin der Geschäftsführung bisher eigentlich nichts zu tun. „Dieses alte Backsteingebäude mit dem Fachwerk ist wunderschön“, schwärmt sie. Die Renovierung erfordere natürlich viel Arbeit neben dem Beruf, aber das ist es ihr wert. Zusätzlich muss sie sich um ihre vier Alpakas kümmern, die sie sich vor kurzer Zeit angeschafft hat.

Die Tiere gehören zwar nicht zu den typischen Bewohnern eines Bauernhofs im Weserbergland, Hilpers hat aber langfristig Pläne mit ihnen: Sie kann sich vorstellen, die Alpakas für Therapiezwecke zur Verfügung zu stellen, dafür seien sie aufgrund ihres freundlichen Wesens gut geeignet. „Die Kinder lieben sie“, meint Hilpert. Ihre Cemani-Hühner, die pechschwarzes Gefieder und auch schwarzes Fleisch haben, könnte sie zwar theoretisch schlachten und essen. Das traue sie sich aber nicht, meint sie. Die Hühner seien nur ein Hobby.

Neben den exotischen Tieren hat sich das Ehepaar nun auch eine Süntelbuche besorgt. Die sind sehr schwierig zu bekommen, aber passen immerhin zu dem „Süntelhof“. „Man hat wegen des knorrigen Wuchses früher geglaubt, dass in diesen Buchen Geister wohnen“, weiß Hilpert. Einfach zu vermehren sind sie nicht: Nur aus einem von 50 Samen der Buchen-Mutation wachse auch wieder eine Süntelbuche, die anderen entwickeln sich normal. Diese Besonderheiten sind Gründe, warum Hilpert so einen Baum unbedingt haben wollte. Durch viel Glück hat sie überhaupt eine Süntelbuche gefunden: Eine Gärtnerei hatte das zwar noch kleine, aber immerhin schon zehn Jahre alte Gewächs von einer Kundin übernommen und weiterverkauft.

Zehn Jahre alt aber noch relativ klein: eine Süntel-Buche. Foto: jsp
  • Zehn Jahre alt aber noch relativ klein: eine Süntel-Buche. Foto: jsp

Freunde und Bekannte haben mit Skepsis bis Unverständnis reagiert, als sie sich vor zwei Jahren entschlossen den Hof zu kaufen, erzählt sie. Gebürtig kommt sie aus Hannover, hat lange in Münster gewohnt, danach in Bayern. Nun möchte die Großstädterin den Hof im beschaulichen Sünteldorf in möglichst ursprünglichem Zustand renovieren. Die Teerpappe soll von den seitlichen Fassaden herunter. Modernere Scheunentore hat sie schon durch klassische Holztore ersetzt. Vor dem Hof, hat sie eine Ziegelmauer und eine Sandsteinmauer wieder so aufgebaut, wie sie über jahrzehnte und Jahrhunderte meist das äußere Erscheinungsbild der Höfe im Süntel prägten.

„Wir wollen, dass das Ensemble passt“, sagt Hilpert. Obwohl sie keine besonderen gewerblichen Ziele verfolgt, will sie auf dem Hof Konzertveranstaltungen organisieren – eines hat bereits dort stattgefunden. Bis ihr „Projekt“ komplett hergerichtet und abgeschlossen ist, wird es aber noch einige Zeit dauern.



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