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Landwirte befürchten Totalschaden

Sturm verwüstet Maisfelder

HESSISCH OLDENDORF. Erst regnet es heftig, die Kartoffelernte und die Getreideaussaat leiden darunter, nun verursachen die Folgen des Sturmtiefs Sebastian Sorgenfalten auf der Stirn der Landwirte. Für jeden sichtbar sind die Schäden, die die Sturmböen auf den Maisfeldern im Raum Hessisch Oldendorf hinterlassen haben.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 14:38 Uhr

Ganze Maisflächen hat der Sturm verwüstet. Nur noch wenige Pflanzen sind stehengeblieben, die übrigen sind abgeknickt und liegen am Boden. Foto: bj

Autor:

Barbara Jahn
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Umgeknickt wie Streichhölzer sind die bis zu drei Meter hohen Pflanzen, die Kolben liegen am Boden.

„Das wird nicht nur eine schwierige Ernte, wir haben auch deshalb Verluste, weil die Kolben zum momentanen Zeitpunkt noch nicht optimal ausgereift waren“, erklärt Christian Pape. Der Landwirt aus Egge fährt fort: „Durch den Sturm sind in den Halmen die Leitungsbahnen abgeknickt, die Pflanze stirbt vorzeitig ab. Wir wollten eigentlich erst in etwa zehn Tagen mit dem Häckseln beginnen, dann wäre die Stärkeeinlagerung in den Kolben abgeschlossen gewesen. Nun werden wir eher mit der Ernte starten müssen“. Gemeinsam mit seinem Vater Jörg baut Christian Pape rund 150 Hektar Mais im Bereich Aerzen und Hessisch Oldendorf an und zwar als Energiepflanze, um damit die drei zum Betrieb zugehörigen Biogasanlagen zu füttern. „Glücklicherweise haben wir auf den Flächen in Egge und Richtung Aerzen nur geringe Schäden“, sagt der Landwirt.

Nur wenige Hektar Mais seien gegen Sturm versichert, es sei eher üblich gegen Hagel zu versichern, so Christian Pape. Die 44 Hektar Mais vom Betrieb Reineke in Pötzen sind zwar versichert, „und wir werden einen Teil Geld bekommen, haben aber jetzt unter Umständen nicht genug Mais für die Biogasanlage in Bensen“, befürchtet Walter Reineke wie weitere seiner Berufskollegen. Seine Vermutung geht dahin, dass „die Schäden sortenbedingt und vom Reifegrad abhängig sind. Ich gehe bei Teilflächen von einem Totalschaden aus.“ Eigentlich sollte die Maisernte für die Biogasanlage, die hauptsächlich die Pilzfabrik Dohme mit Strom und Wärme versorgt, erst in der übernächsten Woche beginnen. „Nun beginnen wir eher, es wird aber schwierig und zeitaufwendiger, weil der Häcksler wahrscheinlich den am Boden liegenden Mais nur von einer Seite aus aufnehmen kann.“ Wie auch Christian Pape bestätigt Walter Reineke, dass der Bereich Hessisch Oldendorf am ärgsten vom Sturmschaden betroffen ist.

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