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Nahrungsbedingungen gut / Baldiger Brutbeginn erwartet

Störche sind zurück

HESSISCH OLDENDORF. Nahezu zeitgleich mit Beginn des meteorologischen Frühlings kehrten die Hessisch Oldendorfer Störche heim zu ihrer Sommerresidenz, dem Schornstein auf der ehemaligen Molkerei in der Kernstadt.

veröffentlicht am 07.03.2018 um 15:36 Uhr
aktualisiert am 07.03.2018 um 19:00 Uhr

Tagsüber halten sich die Störche oft auf den Feldern am Rande der Nordstadt auf. Foto: Dietmar Meier

Autor:

Dietmar Meier
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Während das unberingte Storchenmännchen bereits am Sonntag das Nest in Besitz nahm, folgte ihm nun auch die am rechten Fuß mit einem sogenannten ELSA-Ring beringte Störchin „Adele“.

Anhand der Ablesung ihres Ringes mit den Initialen „DER AF 106“ wissen die Fachleute, dass es sich um die Störchin aus den Vorjahren handelt, die bereits mehrfach an der Weser mit ihrem Partner für Nachwuchs gesorgt hat.

Die Störchin „Adele“ wurde in Gundelfingen in Südbaden bei Freiburg am 17. Juni 2010 durch einen Beringer des Max-Planck-Institutes als nicht voll flugfähiges Küken nestjung auf dem Nest eines Kirchturmes beringt. Sie schreitet nun das siebte Jahr in Folge 468 Kilometer von ihrem Geburtsort entfernt erneut zur Brut. Offensichtlich ist nichts über ihr Überwinterungsgebiet bekannt. Die frühe Ankunft der Störche lässt aber auf sogenannte Westzieher schließen, welche in Frankreich oder Spanien gegebenenfalls auch in Marokko oder anderen nordwestafrikanischen Staaten überwintern.

Unser Leser Jens Riesener hat den Heimkehrer auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei fotografiert.
  • Unser Leser Jens Riesener hat den Heimkehrer auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei fotografiert.

Nach der Ankunft der beiden „Klappermänner“ musste das durch Stürme in Unordnung geratene Nest erst einmal wieder in Ordnung gebracht werden. Ansonsten gilt es, durch intensive Nahrungssuche auf dem Zug verbrauchte Energiereserven wieder aufzufrischen. Not leiden sie derzeit nicht, den weichenden kalten Wintertagen Ende Februar folgen nun vorfrühlingshafte Temperaturen. Regenwürmer finden sie tagsüber reichlich, auch wenn es in den Nächten noch mal frieren sollte. In den nächsten Tagen werden die Störche Nistmaterial hinauf zum Nest bringen. Besonders beeindruckend sind auch die Balzflüge, die die Adebare über der Stadt vollführen und den Naturbeobachter nicht zu kurz kommen lassen. Voraussichtlich werden die Störche bereits in der Karwoche zur Brut schreiten. In der Vergangenheit sorgten Fremdstörche als Störenfriede immer mal wieder für Brutausfälle. Bleibt zu hoffen, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Hintergrund: Die Ring-Bezeichnung „DE“ steht für Deutschland und „R“ für die Vogelschutzwarte Radolfzell. Die beiden anderweitigen in Deutschland vorhandenen Beringungszentralen beringen ebenfalls mit den Buchstaben „DE“. Wäre der dritte Buchstabe ein „W“, würde dieser für die Beringungszentrale Wilhelmshaven/Helgoland und ein „H“ für die Beringungszentrale Hiddensee stehen.



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