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Naturstein GmbH möchte Tagebau um rund zwölf Hektar erweitern / Arbeiten könnten 15 Jahre dauern

Steinbruch Segelhorst soll wachsen

Hessisch Oldendorf. Der Steinbruch Segelhorst soll größer werden. Entsprechende Informationen bestätigte Uwe Werner gestern auf Anfrage der Dewezet. Werner ist seit 2007 der Geschäftsführer der Norddeutsche Naturstein GmbH (NNG). Sie betreibt den Steinbruch.

veröffentlicht am 13.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:41 Uhr

Autor:

Robert Michalla
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Der Tagebau in Segelhorst soll nach dem Willen der Naturstein GmbH um rund 12,34 Hektar wachsen. Dies entspricht einer Fläche, die in etwa so groß ist wie sechs Fußballfelder. Rund 13 Millionen Tonnen Kalkstein vermutet das Unternehmen in diesem Bereich. Die Naturstein GmbH bräuchte rund 15 Jahre, um ihn abzubauen. Bislang ist der Steinbruch rund 35 Hektar groß. Nach Angaben des Geschäftsführers Werner kann die Naturstein GmbH in diesem Bereich noch rund zehn Millionen Tonnen Kalkstein abbauen. Das reicht für zwölf Jahre. Pro Jahr verlassen derzeit rund 800 000 Tonnen Kalkstein den Steinbruch.

„Wir stehen noch ganz am Anfang“, betonte Werner gestern. Bislang habe das Unternehmen noch keinen Antrag gestellt. Dies könne auch noch dauern. Um nämlich alle möglichen Folgen einer Erweiterung für Tiere und Pflanzen abschätzen zu können, brauche es „eine volle Vegetationsperiode“, sagte Werner. Mit anderen Worten: Bis die Naturstein GmbH einen Antrag einreicht, kann es noch gut ein Jahr dauern. Dieser liegt dann noch öffentlich aus, bevor er abschließend genehmigt werden muss. Bevor also der erste Kalkstein von der Erweiterungsfläche den Tagebau verlässt, wird es noch dauern. „Das ist noch eine riesige Zeitspanne“, sagte Werner. Vor 2014 wird das formelle Genehmigungsverfahren aller Voraussicht nach nicht beginnen.

Sollte der größere Steinbruch genehmigt werden, dann grenzt dieser in Teilen an ein Vogelschutzgebiet. Auch ein Fauna-Flora-Habitat-Gebiet, eine Natur- und Landschaftsschutzfläche nach europäischen Richtlinien läge dann in unmittelbarer Nähe. Die Naturstein GmbH möchte beide Flächen unberührt lassen.

Es war erwartet worden, dass die Naturstein GmbH den Steinbruch Segelhorst vergrößern möchte. Das Unternehmen hatte im Jahr 2011 rund sechs Millionen Euro in eine Aufbereitungsanlage investiert. Schon damals hieß es, dies sei eine Investition in „einen Zukunftssteinbruch“. Werner hatte im Jahr 2011 auch gesagt: „Wir befinden uns in einem Vorranggebiet für Gesteinsabbau, weitere 20 Millionen Tonnen sind in der Regionalplanung bereits berücksichtigt. In naher Zukunft werden wir das Genehmigungsverfahren für den Abbau einleiten.“ Diese Ankündigung setzt das Unternehmen nun um. Die neue Fläche ist auch bereits in das sogenannte regionale Raumordnungsprogramm eingezeichnet. Mit Problemen bei der Genehmigung rechnet Werner daher nach eigenen Worten derzeit nicht. „Ich gehe davon aus, dass es sich positiv entwickelt.“

Am 8. Mai trifft sich die Naturstein GmbH mit Vertretern des Landes, des Kreises und der Stadt Hessisch Oldendorf. Dabei soll die geplante Erweiterung beraten werden.



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