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Künstler aus ganz Deutschland stellen ihre Objekte in Fuhlen und Lachem aus

Starke Kulissen für „Kunst im Weg“

Fuhlen/Lachem (ah). Spaziergänge auf Wegen, die von altem Baumbestand flankiert werden, vorbei an Bauernhöfen, Fachwerkhäusern und halbhohen Gartenmauern – so tanken viele am Wochenende auf. Wer hat dabei nicht schon einmal den Wunsch verspürt näherzutreten, um zu schauen, was sich dahinter verbirgt, was für Menschen dort wohnen und welche Geschichten sie bewahren?

veröffentlicht am 28.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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Im Rahmen seines Projektes „Kunst im Weg“ bietet der Culturverein Hessisch Oldendorf morgen und übermorgen die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen zu schauen. „Dabei laden wir Sie ein, Kunstvolles zu erleben und zu genießen“, erklären die Vorsitzende Barbara Jahn-Deterding und Künstlerin Britta Samsen-Huch. An ungewöhnlichen und doch vertraut wirkenden Orten in Fuhlen und Lachem können die Besucher unterschiedlichste Ausstellungsobjekte ganz neu wahrnehmen. „Möglich ist das nur dank der Bereitschaft der Dorfbewohner, ihre Anwesen für das Projekt zur Verfügung zu stellen“, sagen die beiden Organisatorinnen dankbar. So werden Skulpturen und Gemälde in Gärten und Scheunen, eine Installation aus 350 Löffeln in einem Abstellraum, Schmuckkreationen und Radierungen in Gotteshäusern zu sehen sein. Wie einen bunten Blumenstrauß können sich die Gäste auf ihrem Spaziergang durch die Weserdörfer Kunst zusammenstellen, hier ein wenig Malerei, dort ein bisschen Objektkunst „pflücken“.

Neben den Lokalmatadoren Britta Samsen-Huch und Friedrich Heißmeyer werden zehn weitere Künstler aus ganz Deutschland an „Kunst im Weg“ teilhaben: Marina K. Hoyer, Ulrike Wolf, Elke Lennartz, Gisela Wilke-Schellhorn, Abuzer Güler, Birgitta Martin, Taimi Zaeske, Ulrike-Anna Schwartz, Susanne Otte und Guido Rottkämper. Im Gepäck haben sie Arbeiten aus Materialien wie Papier, Stoff, Holz, Lehm, Kunststoff, Wachs, Tinte, Gaze, Metall oder Rost. Die Palette ihrer Exponate reicht von Kohlezeichnungen und Duftbildern bis hin zu Pappmaché-Figuren, Skulpturen und Schmuck.

Während des gesamten Ausstellungswochenendes sind die Künstler vor Ort und geben Auskunft über ihre Arbeit. Konfirmanden aus den Dörfern stehen ihnen als Kunstpaten zur Seite und vertreten sie bei kurzfristiger Abwesenheit. Diese Zusammenführung von Kunst und Künstlern, Dorfbewohnern und Ausstellungsgästen an geschichtstrachtigen Stätten macht das Konzept von „Kunst im Weg“ so einzigartig. „Wir können uns glücklich schätzen, dass dieses Projekt hier realisiert wird“, erklärt Friedrich Heißmeyer und fügt hinzu: „Ich finde es großartig, dass dadurch Kunst mal aufs Dorf getragen wird, und bin davon überzeugt, dass auch viele Dorfbewohner kommen, um zu sehen, was die Künstler in ihren Scheunen so alles machen.“

Die einzelnen Ausstellungsorte sind erkennbar an Tafeln mit dem Logo, schwarze „Kunst im Weg“-Buchstaben unter roter Strecke mit blauem Weser-I-Punkt, dem Namen und der Nummer der Künstler. Ebenso ausgeschildert sind die Verpflegungs-Stationen, das Wirtshaus Bücher und das Backhaus in Fuhlen sowie die Höfe Amelung und Lücke in Lachem, die Parkplätze und die Planwagen-Stationen. Schließlich wird für die Besucher auf dem alten Verbindungsweg von Fuhlen nach Lachem auch ein Planwagen-Shuttle eingesetzt.

„Dreh- und Angelpunkt unseres Projektes wird der Hof von Nora und Friedrich Heißmeyer in Lachem sein“, erklärt Britta Samsen-Huch. In Heißmeyers Kulturscheune, in der gleich zwei Künstler ausstellen, findet morgen um 11 Uhr die Eröffnung der Veranstaltung unter Schirmherrschaft von Landrat Rüdiger Butte statt. „Dabei gibt es einen ersten Einblick in die Vielfalt der zu erwartenden Kunst“, sagt Britta Samsen-Huch und gesteht: „Ich bin schon ein wenig aufgeregt und hoffe, dass nicht nur die Besucher, sondern am Ende des Wochenendes auch alle beteiligten Künstler mit einem guten Gefühl heimkehren.“ Dafür sei es schon auch wichtig, dass viele Leute kommen, Interesse zeigen – und natürlich auch das eine oder andere Unikat einen Käufer findet. Die einzelnen Ausstellungen im Rahmen von „Kunst im Weg“ können am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden.



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