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Im Kampf gegen Leerstand im Zentrum setzen Hessisch Oldendorfer auf professionelle Hilfe

Stadtmarketing – Schlichte soll’s richten

Hessisch Oldendorf (pj). „Leerstandsmanagement ist ein Unwort, wir wollen nicht den Leerstand managen, sondern gezielt den Leerstand bekämpfen“, betont Dirk Adomat. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, soll in Hessisch Oldendorf „Geld in die Hand genommen werden“, führt der Sprecher der Mehrheitsgruppe von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat aus.

veröffentlicht am 20.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 11:21 Uhr

Lange Straße soll belebt werden – nur wie? Politiker hoffen auf zündende Ideen. Foto: bj
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Bereits seit dem vergangenen Jahr werde an dem Thema gearbeitet. In der Sitzung des Fachausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur vor einigen Wochen sei man sich einig gewesen, das Problem konkret anzufassen. Die Stadtverwaltung erhielt deshalb den Auftrag, näher auszuführen, welcher Weg beschritten werden soll. „Methodik und Aufgabenstellung wurden erarbeitet“, erklärt Hermann Faust, der für die Stadtverwaltung im Forum Stadtmarketing sitzt und die Arbeit dort koordiniert. Hermann Faust ist sicher: „Wenn das Vorhaben, so wie erarbeitet, umgesetzt wird, kann es erfolgreich sein.“

Dirk Adomat ist schon deshalb zuversichtlich, dass Erfolgsgeschichte geschrieben werden kann, da „es gelang, einen renommierten Stadtmanager ins Boot zu holen. Stefan Schlichte, das ist ein guter Name, denn er hat in Hameln bereits sehr erfolgreiche Arbeit geleistet“, betont der Gruppensprecher der Ratsmehrheit. Adomat führt auch aus, dass der Chef der Schlichte Group auch in Hessisch Oldendorf „bei der Geschäftswelt anerkannt wird“.

Der Stadtmanager, der als Dienstleister arbeiten wird, soll zunächst für zwölf Monate unter Vertrag genommen werden. „Wenn sich Erfolge zeigen, muss es auch danach weitergehen“, betont Adomat. Der Sprecher der Ratsmehrheit umreißt klar, was sich die Politiker vorstellen: „Wir wollen keine Produktion von Papier und Strategien, das wurde in den letzten zehn Jahren zur Genüge gemacht und bringt uns nicht weiter. Jetzt geht es darum, dass bestimmte Dinge umgesetzt werden.“ Wie dies geschehen kann, davon haben SPD und Grüne bereits eine Vorstellung. Dirk Adomat nennt als Beispiel den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und das, was in Fuhlen und Zersen geschah. „Dort gelang es, zu motivieren. Auch für Städte gibt es Wettbewerbe, an denen man sich beteiligen kann. Dabei geht es nicht darum, unbedingt zu gewinnen – auch die Teilnahme kann Erfolg bringen, wenn viele auf ein Ziel hinarbeiten“, führt Dirk Adomat aus.

Horst Jeske (CDU) fragt den Gruppensprecher in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur, was unter erfolgreicher Arbeit zu verstehen sei? „Die Teilnahme an einem Wettbewerb kann ein Erfolg sein, die Ansiedlung eines Betriebes ebenso“, antwortet Dirk Adomat. 30 000 Euro stehen im städtischen Haushalt für die Arbeit des professionellen Managers. Dirk Adomat betont: „Dieser Betrag ist nach oben gedeckelt.“ Und er schiebt hinterher, dass mit diesem Geld keineswegs die städtische Zuwendung an den Werbering geschmälert werde. Stadtmanagement und die Arbeit des Werberings sollen nebeneinander herlaufen und sich gegenseitig befruchten, so die Vorstellung der Politiker der Ratsmehrheit. Während die Mitglieder der CDU-Opposition sich in der öffentlichen Fachausschusssitzung bei der Abstimmung noch der Stimme enthielten, stimmt am Donnerstagabend im Rat die gesamte Fraktion ohne Diskussion dem Antrag zu, den SPD und Bündnis 90/Die Grünen gestellt haben.



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