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Innenstädte sterben aus – wie kann diese Entwicklung aufgehalten werden?

„Stadtmarketing lebt vom Mitmachen“

Hessisch Oldendorf (pj). Bevor der Durchgangsverkehr über die Umgehungsstraße an der Weserstadt vorbei rollte, gab es in der Innenstadt viele inhabergeführte Geschäfte, das Angebot war bunt und vielfältig. Fast gleichzeitig mit der Sanierung der Innenstadt erfolgte eine grundlegende Veränderung im Einzelhandel.

veröffentlicht am 01.09.2013 um 18:53 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:21 Uhr

Leerstand
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Die in die Jahre gekommenen Inhaber konnten ihre Kinder nicht dazu begeistern, die Läden weiterzuführen, so schloss ein Einzelhandelsgeschäft nach dem anderen. Zunächst fanden sich zwar einige neue Geschäftsleute, die ihr Glück versuchten, leer stehende Läden oder Gaststätten anmieteten – in den wenigsten Fällen aber mit großem Erfolg.
 Die Frage, was getan werden kann, beschäftigte viele in der Stadt. Der Werbering bemüht sich ebenso wie die Stadtverwaltung und einige Politiker, der Misere entgegenzuwirken, aber viele Appelle verhallten scheinbar ungehört. Schließlich, und das ist nun fast 20 Monate her, fiel die politische Entscheidung, einen Stadtmanager zu beschäftigen und einen Betrag von 30 000 Euro fürs laufende Jahr im Haushalt einzustellen. Der Sprecher der Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen im Stadtrat, Dirk Adomat, zeigte in der Diskussion vor zwei Jahren die Stoßrichtung auf: „Leerstandsmanagement ist ein Unwort, wir wollen nicht den Leerstand managen, sondern gezielt den Leerstand bekämpfen.“
 Seit gut eineinhalb Jahren arbeitet Stefan Schlichte nun für das Stadtmarketing in Hessisch Oldendorf. Sein auf ein Jahr befristeter Vertrag wurde zwischenzeitlich verlängert. Doch, was macht er eigentlich, was verbirgt sich hinter dem Begriff Stadtmanagement und wie, und von wem wird es in Hessisch Oldendorf umgesetzt? „Die typischen Fragen sind eigentlich immer die nach den konkreten Tätigkeiten und den nachweisbaren Erfolgen“, erklärt Stefan Schlichte. „Stadtmarketing ist dabei sehr vielseitig und wird oft auf das Organisieren und Durchführen von Großveranstaltungen reduziert, doch es geht vor allem auch um Themen wie zum Beispiel das Flächenmanagement oder darum, lokale Netzwerke zu schaffen und ein Ansprechpartner zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Bürger vor Ort zu sein“, führt der Stadtmanager aus.
 In Hessisch Oldendorf wurden die Schwerpunkte zwischen dem Stadtmanager, dem Werbering und der Stadtverwaltung klar verteilt. Veranstaltungen und Themen rund um den Einzelhandel werden vom Werbering durchgeführt oder erörtert, kulturelle Themen und die städtebauliche Entwicklung übernimmt die Stadtverwaltung. Für den Stadtmanager sind die Arbeitsschwerpunkte sowohl auf das Thema Flächenmanagement als auch auf die Unterstützung der lokal Tätigen, wie dem Werbering gerichtet, dessen Vorstandsmitglieder nach allen Seiten Ausschau halten, um Leerstände wieder zu füllen.
 „Doch genau in diesen Bereichen sind viele kleine Schritte nötig,



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