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Analyse zeigt: Einsparpotenzial bei Wärmekosten im Rathaus

Stadt untersucht Energieverbrauch

Hessisch Oldendorf. „Befördern Sie sich selbst zum Energiemanager“, empfiehlt Kai-Uwe Eggers, einer der beiden Veranstalter des Hessisch Oldendorfer Energie-Forums, das noch bis Samstag im Kultourismusforum stattfindet, in seiner Eröffnungsrede. Das hieße, die Energiekosten in den eigenen Gebäuden genau zu kennen und zu dokumentieren, um Einsparpotenzial erkennen und Schwachstellen beheben zu können. Alles mit einem Ziel: langfristig Energie und Geld zu sparen. Genau das will auch die Stadt Hessisch Oldendorf. In einem Pilotprojekt mit der Klimaschutzagentur Weserbergland hat sie seit September letzten Jahres vier städtische Gebäude auf ihren Energieverbrauch sowie Sparpotenzial untersuchen lassen. Erste Ergebnisse liegen jetzt vor.

veröffentlicht am 12.03.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:21 Uhr

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Der erste Schritt führt in den Heizungskeller. Welche Zähler für Strom, Wärme und Wasser gibt es, wie ist die Heizungspumpe eingestellt, welche Temperaturen werden bei Vor- und Rücklauf angezeigt und sind alle Leitungen gut gedämmt, sodass keine Wärme verloren geht? Schritt für Schritt geht Dipl.-Ing. Jan Norrmann von der Klimaschutzagentur alle Punkte durch. Jeder Zähler wird nummeriert, sodass die Hausmeister, die einmal im Monat die Werte ablesen sollen, die Daten unkompliziert an die Agentur weitergeben können. Dort werden sie seit September gesammelt und ausgewertet. Für das Rathaus ebenso wie für die Grundschulen Fischbeck und am Rosenbusch sowie die Sporthalle Hemeringen. So wird im Rahmen des sogenannten Controllings quasi eine Datenbank für Strom, Wärme und Wasser angelegt werden.

Rund 185 000 Kilowattstunden an Wärme verbraucht das Hessisch Oldendorfer Rathaus im Jahr. Rund 12 500 weniger könnten es sein, sagt Norrmann über die Erkenntnisse aus dem kommunalen Energiemanagement. Knapp sieben Prozent und – nimmt man einen Preis pro Kilowattstunde von 5,5 Cent an – knapp 690 Euro weniger. Nötig seien dafür keine großen, teuren Umbauten, sondern vor allem kleine Veränderungen an der Heizungsanlage des Gebäudes. Hydraulischer Abgleich, Umbau einer Pumpe und Dämmen von Leitungen – zwischen 4500 und 5000 Euro würden die empfohlenen Maßnahmen nach Berechnungen der Agentur ungefähr kosten. Den errechneten Einsparungen zufolge hätte sich die Investition damit nach fünf bis sechs Jahren amortisiert.

50 000 Euro sind im städtischen Haushalt für energetische Maßnahmen eingestellt, sodass keine zusätzlichen Mittel beantragt werden müssten, um die Maßnahmen zu finanzieren, sagt Heiko Wiebusch, Fachbereichsleiter Bauliche Entwicklung im Rathaus. Zusätzliche Kosten für die Arbeit der Agentur kommen bei dem Pilotprojekt nicht hinzu. Das wäre bei einer möglichen Ausweitung auf andere städtische Gebäude anders. Neben einem Grundbetrag von 2000 Euro kämen nach Agenturangaben je nach Objekt jährliche Kosten zwischen 700 und 3000 Euro hinzu. Bis zum 31. März können jedoch Fördermittel vom Bund beantragt werden. Welche Kosten damit auf die Stadt zukämen und auf welche Gebäude Energiemanagement konkret ausgeweitet werden solle, stehe jedoch noch nicht fest, so Heiko Wiebusch. „Das ist alles noch im Fluss.“ Häufig und von vielen genutzte Gebäude wie Schulen und Sporthallen hätten jedoch Vorrang vor Objekten wie Dorfgemeinschaftshäuser, Feuerwehrhäuser oder Friedhofskapellen.

ch

An der Heizungsanlage im Hessisch Oldendorfer Rathaus lässt sich ebenso wie in den meisten Privathaushalten durch genauere Einstellungen noch Energie einsparen.ch



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