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TuS sammelt über 8000 Euro für den Unterhalt der Sportplätze

Spenden für die Rasen-Pflege

ROHDEN/SEGELHORST. „Anpfiff! 22 Menschen rennen los, die Stollen unter den Schuhen graben sich in den Rasen. Keine Huckel, keine Hindernisse – keine Fehlpässe? Leider ist das auf unseren beiden Sportplätzen nicht der Fall.“ Mit diesem anschaulichen Spendenaufruf hat der TuS Rohden-Segelhorst in den letzten Wochen und Monaten geworben – und über Crowdfunding mehr als 8000 Euro zusammenbekommen.

veröffentlicht am 01.11.2018 um 17:07 Uhr
aktualisiert am 01.11.2018 um 19:40 Uhr

Mit dem Zustand der Sportplätze – wie hier in Rohden – ist der TuS Rohden-Segelhorst nicht zufrieden und hat nun Spenden für den Unterhalt gesammelt. Foto: dana
Jens Spickermann

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Ziel war es, Geräte anzuschaffen, um die Sportplätze in Rohden und Segelhorst selbst pflegen zu können. Mittlerweile ist die Kampagne zu Ende und das nötige Geld schneller zusammengekommen, als man sich das vorher im Verein vorstellte.

Das Problem mit dem Rasen auf den zwei Sportplätzen muss den rund 400 Mitgliedern seit längerem auf den Nägeln gebrannt haben, sonst hätten sie und ihre Unterstützer wohl nicht so viel Geld zusammenbekommen. Über die große Spendenbereitschaft der Leute ist Jörg Minkley vom TuS-Vorstand richtig überrascht.„Von 20 Euro bis 500 Euro war bei den Spenden alles dabei“, erzählt Minkley. „Als ich die 500 Euro gesehen habe, musste ich mich erst mal hinsetzen.“

Anlass für die Aktion sei ein andauerndes Problem mit dem Zustand der beiden Sportplätze – obwohl der Rasen auf den ersten Blick nicht so schlecht aussieht. Die Pflegemaßnahmen der Stadt hätten nicht ausgereicht, um die Rasenflächen gut in Schuss zu halten, meint aber Minkley. In der Folge würden sich handtellergroße Gras-Narben mit Löchern abwechseln und die Bedingungen für den Spielbetrieb seien dementsprechend schlecht.

Ein Grund für den schlechten Zustand sei vermutlich die hohe Lage der Plätze, die das Austrocknen begünstige, vermutet er. Dazu komme, dass der Rasen nur alle 14 Tage vom Bauhof geschnitten werde – dann allerdings radikal kurz. Liegen gebliebener Rasenschnitt habe ebenfalls für Probleme gesorgt. „Ich kritisiere damit nicht die Arbeit des Bauhofes“, betont Minkley. Natürlich wisse er, dass die Stadt noch weitere Plätze pflegen muss – es seien 19 an der Zahl. Mittlerweile habe der Verein aber mitgeteilt, dass er die zwei Plätze in Segelhorst und Rohden lieber selber pflegen wolle. Nur: Bisher fehlten dafür eigene Geräte. Der Verein musste sich unter anderem einen Aufsitz-Rasenmäher ausleihen.

Durch die Crowdfunding-Aktion konnte der TuS nun aber einen eigenen Aufsitz-Rasenmäher, einen Streuwagen fürs Säen und Kalken, eine Motorheckenschere sowie einen Anhänger anschaffen, mit dem die Geräte zwischen den beiden Plätzen hin und her transportiert werden. Insgesamt haben die Anschaffungen 8074 Euro gekostet.

Die Spenden von Vereinsmitgliedern und Unterstützern belaufen sich auf die Hälfte des Betrages. Die andere Hälfte hat die Volksbank beigesteuert, denn die Crowdfunding-Aktion war Teil der Aktion „Viele schaffen mehr“, für die sich Vereine aus dem Landkreis bei der Volksbank Hameln-Stadthagen bewerben konnten. Voraussetzung war allerdings, erst einmal 100 „Fans“ für das eigene Projekt zu finden. Aus dem Stadtgebiet Hessisch Oldendorf ist der TuS Rohden-Segelhorst der einzige Teilnehmer.

Die Spendenaktion für den TuS lief über insgesamt drei Monate, doch der anvisierte Betrag von 8047 Euro war schon eine Woche vor Schluss erreicht, sagt Minkley. Beeindruckt war er nicht nur von einer Einzelspende über 500 Euro, sondern auch davon, dass beispielsweise ein A-Jugend-Spieler ganze 50 Euro gespendet hat. Für jüngere Leute sei das in der Regel viel Geld.

Die offizielle Übergabe der neuen Geräte findet am Samstag, 3. November, um 15.30 Uhr statt.



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