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Blühpflanzenprogramm soll auch auf Friedhöfen umgesetzt werden

SPD will mehr Blumen

LANGENFELD. Blühstreifen sollen auf öffentlichen Flächen dem Schutz der Bienen dienen – das ist längst beschlossene Sache. Auch Privatleute können sich seit einiger Zeit Saatgutmischungen von der Stadt abholen, um zu Hause insektenfreundliche Wildblumenwiesen anzulegen. Nun soll es auch auf dem Langenfelder Friedhof bald blühen und summen.

veröffentlicht am 27.09.2018 um 15:35 Uhr

Friedhof-Reserveflächen sollen den Bienen nützen. Foto: dana
Jens Spickermann

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Der Ortsrat Hohenstein spricht sich einstimmig dafür aus, die zurzeit nicht benötigten Reserveflächen als Blumenwiese zu verwenden.

Ursprünglich sah ein Antrag der Hohensteiner SPD sogar vor, dass auch auf den Reserveflächen der Friedhöfe in Zersen, Barksen und Wickbolsen Wildblumen ausgesät werden sollen. „Gerade in der heutigen Zeit ist es mit Blick auf den Umwelt- und Klimaschutz und damit für unser aller Lebensumfeld essentiell, sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt insgesamt einzusetzen“, heißt es in dem Antrag. Aus diesem Grund solle das kommunale Blühpflanzenprogramm auf sämtlichen städtischen Grünflächen umgesetzt werden, einschließlich der Hohensteiner Friedhöfe. Da die Reserveflächen regelmäßig durch den Bauhof gepflegt werden müssten, könne die Blumen-Aussaat auch Einsparungen ermöglichen. Bei positivem Verlauf solle das Programm auch auf die anderen Friedhöfe im Stadtgebiet ausgedehnt werden, schreiben die Sozialdemokraten. Abgestimmt wurde im Ortsrat letztlich aber nur über eine abgeschwächte Version des Antrags: Die Stadt solle eine Umsetzung des Blühpflanzenprogrammes vorerst für die Reservefläche des Langenfelder Friedhofes prüfen, gegebenenfalls umsetzen und bei positivem Verlauf auf weitere Friedhöfe ausweiten.

„Das ist kein einfaches Thema. Besonders nicht bei der älteren Bevölkerung“, glaubt Ortsbürgermeister Dr. Dieter Claus. Man sei sich zwar einig, dass etwas für Bienen getan werden muss, jedoch seien Friedhöfe ein sensibles Thema und deshalb Vorsicht angebracht. Denkbar sei es nämlich, dass beispielsweise Blumensamen unerwünschterweise auf die Gräber gelangen. Man müsse daher abwarten, wie die Idee von den Einwohnern angenommen wird.

Vom BUND gibt es allerdings schon einmal eine positive Rückmeldung. Der Naturschutzverband wolle in der Angelegenheit „mit Rat und Tat“ unterstützend wirken, sagt Kai Kunze, stellvertretender Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe, der als Zuhörer zu der Ortsratssitzung erschienen war.



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