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Thema am Montag im Bauausschuss

SPD und Grüne fordern Intensivierung des Hochwasserschutzes

HESSISCH OLDENDORF. Nach den Starkregenereignissen Ende September, bei denen einige Ortsteile überflutet wurden, stellt die Gruppe SPD/Grüne nun den Antrag an die Verwaltung, die Schäden zu analysieren und mit Maßnahmen für die Zukunft zu verbinden. Der Antrag soll bereits am Montag im Bauausschuss diskutiert werden.

veröffentlicht am 12.10.2017 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 12.10.2017 um 17:00 Uhr

Foto: Archiv/fn
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Die Starkregenereignisse Ende September hatten in einigen Ortsteilen von Hessisch Oldendorf zu Überschwemmungen geführt (wir berichteten). SPD und Grüne fordern nun von der Stadtverwaltung, diese Erfahrungen zu nutzen und in Zukunft den Schutz gegen Hochwasser zu intensivieren.

„30 Liter Regen pro Quadratmeter in 30 Minuten bei vollgesogenen Böden und abgeernteten Feldern waren deutlich zu viel Wasser, um durch Gräben und Kanalisation ordnungsgemäß abgeleitet zu werden“, fasst Kai-Uwe Eggers, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, den Hintergrund des Antrags zusammen. Er bezieht sich auf Samstag, 30. September, als in den Dämmerungsstunden einige Ortsteile und die Kernstadt von Starkregen betroffen waren. „Das Wasser in den Gräben entwickelte sich zu reißenden Fluten und trat über die Ufer, die Gräben, Bäche und Kanalisationen konnten die Übermengen nicht in der kurzen Zeit bewältigen“, so Eggers. Die Folge waren vollgelaufene Keller, Hofeinfahrten und Tiefgaragen; auch die Westernparty der Rumbecker Kirmes musste kurzfristig abgesagt werden, da das Festzelt knöchelhoch unter Wasser stand.

„Wir sind froh, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind, wenngleich die entstandenen Sachschäden teilweise immens sind“, sagt Eggers. Noch am Tag des Geschehens hätten Mitglieder des SPD-Stadt- und Ortsrates sowie weitere Ratsmitglieder Bild- und Filmmaterial erstellt, um die Schäden für weitere politische Schritte zu dokumentieren. Denn bereits seit Jahren verfolge die Mehrheitsgruppe der SPD und Bündnis90/Die Grünen das Ziel, in den Hochwasserschutz zu investieren, so Eggers. Eine Vielzahl von Maßnahmen, wie etwa das Sperrwerk am Ende der Straße Rehr und der dazugehörige Entlastungsgraben in Fuhlen, sei bereits umgesetzt worden und habe im September schlimmere Ausmaße verhindert. Um die Sicherheit der Bürger noch weiter zu erhöhen, haben SPD und Grüne nun einen Antrag an die Stadt gestellt. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, das Schadensausmaß zu analysieren und künftig zu realisierende Maßnahmen zu erarbeiten. Die Ergebnisse sollen bereits in den Beratungen für den Haushalt 2018 berücksichtigt werden.

„Die Statistiken beweisen eine weitere Zunahme der Niederschlagsmengen. Der Kurs, weiter in Hochwasserschutz zu investieren, ist eine zukunftsweisende Strategie, die konsequent fortgesetzt werden muss“, argumentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende, Dirk Adomat. Günter Kuhnert (Grüne) ergänzt: „Hessisch Oldendorf leistet aber auch schon seit Jahren einen lokalen Beitrag zum Klimaschutz durch ein innovatives Energiemanagement.“ Durch die Investitionen der letzten Jahre in energetische Maßnahmen habe man den Energieverbrach an vielen Stellen bereits deutlich reduzieren können.

Die Zusammenstellung und Erläuterung der Schäden soll bereits am kommenden Montag im Ausschuss für Bau, Umwelt-, Feuerschutz und Energiemanagment besprochen werden, fordert der Ausschussvorsitzende Sven Sattler (SPD).


Termin: Die Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt-, Feuerschutz und Energiemanagement findet am Montag, 16. Oktober, um 18 Uhr im Rathaus statt.

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