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Ärger um Gebühren für Trauerhallen / Antrag an Ortsrat

Sozialverband wartet seit Jahren auf eine Antwort

Friedrichshagen (jak). Manfred Schneider, Vorsitzender des Sozialverbands Fuhlen-Friedrichshagen, sprach in der Jahresversammlung von „Aussitzen, so wie es früher mal war“, wenn ein Antrag nicht weiter bearbeitet werde. Resigniert gestand er den Mitgliedern, dass ein Jahr vergangen sei, ohne eine Antwort zu erhalten und sagte: „Aber ich bleibe weiter am Ball.“

veröffentlicht am 08.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 14:41 Uhr

Rolf Könem und (li.), stellvetretender SoVD-Kreisvorsitzender, u
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Noch immer trägt der Vorsitzende den Zeitungsbericht vom 26. April 2008 in seiner Aktenmappe. „Es tut sich nichts mehr hier. Der Ortsbürgermeister will den Antrag nun auf der nächsten Ortsratssitzung behandeln“, versuchte sich Schneider selbst zu beruhigen. Seit Antragstellung habe es aber keine öffentliche Sitzung gegeben, der Rest waren Arbeitssitzungen im stillen Kämmerlein – „die bringen uns aber nicht weiter“, so Schneider, der früher selbst Ortsbürgermeister in Sonnental war und die Arbeitsabläufe kennt.

Auch die Stadtverwaltung war mit der Sache vertraut. Damals hieß es, die Stadt habe jemanden neu eingestellt, der solle die Aufarbeitung der Gebühren vornehmen – das könne ein wenig dauern, denn er sei erst kurz im Amt – bislang ebenfalls kein Ergebnis. Die Gebühren der Trauerhallen seien mit 440 Euro in einer Höhe, die das Sozialamt sicher nicht tragen werde, und gerade darum kümmere sich der Sozialverband, erklärte der Vorsitzende.

Zu den Gästen der Versammlung des Sozialverbands Fuhlen-Friedrichshagen zählten Rolf Könemund, der stellvertretende Vorsitzende vom Kreisverband Hameln-Pyrmont sowie ein Vertreter der Europa-Union aus Hameln, Reinhard Burdinski. Könemund ging auf Veränderungen ein: Der Landesverband werde sich verselbstständigen, das sei notwendig, um effektivere Arbeit leisten zu können. Könemund warb dafür um die schriftliche Zustimmung aller Mitglieder. Ein brisantes Thema sprach der Vertreter des Kreisverbands an und warnte: „Auto weg – Geld weg.“ Im Rahmen der neuen Abwrackprämie für alte Pkw habe man Hartz- IV-Empfängern die Prämie voll als Einnahme gegen die Leistung angerechnet, erklärte Könemund. Ein Bundesrichter habe das zwar als „nicht gesetzeskonform“ erkannt, aber bis zu einer gegenteiligen Entscheidung sei möglicherweise ein langer Weg.

Anschließend nahm er zwei Ehrungen für 10-jährige Mitgliedschaft im Sozialverband vor. Anneliese Thurk und Manfred Schneider traten für die Auszeichnungen nach vorn.

Der Vorsitzende Schneider ging auf die wirtschaftliche Situation ein und bemerkte: „Der Steuerzahler muss das alles bezahlen.“ Die Auswirkungen der Rezession werden zeitversetzt auch die Städte und Gemeinden deutlich spüren, die dann als Folge geringerer Beschäftigung entsprechend weniger Geld zur Verfügung hätten. Momentan sehe es doch so aus, dass die Rentner mit ihrer Kaufkraft die Wirtschaft stärken. Vor nicht allzu langer Zeit wurden Renten um 0,8 bis 0,9 Prozent erhöht. „Da hieß es: Rentner machen diese Republik kaputt“, erinnerte Schneider die Versammlung.



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