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Dringend notwendig: Breitbandausbau / Premiere für neue Veranstaltungsreihe „UnternehmerMatinée“

Sorgenkind Internet

HESSISCH OLDENDORF. Der Auftakt im Kultourismusforum in Hessisch Oldendorf war vielversprechend: Dort wurde nämlich die neue Veranstaltungsreihe „UnternehmerMatinée“ aus der Taufe gehoben. Ziel ist, Kontakt und Austausch zwischen den heimischen Unternehmen und den Kommunen zu fördern.

veröffentlicht am 21.08.2017 um 16:32 Uhr

Heimische Unternehmer und Vertreter der Verwaltung tauschten sich über den Wirtschaftsstandort Hessisch Oldendorf aus. Foto: ah
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Annette Hensel Reporterin
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„Wie schaffen Sie das hier alles mit so einem schlechten Internet?“ Die Frage geht an den Inhaber einer international sehr erfolgreichen Firma aus dem Stadtgebiet: Seine kurze Antwort: „Wir haben einen Satelliten!“ Nicht nur für ihn ist der Breitbandausbau ein heißes Eisen. Rund 100 Frauen und Männer (darunter auch fünf Bürgermeister) diskutierten im Kultourismusforum über Gegenwart und Zukunft des Wirtschaftsstandorts Hessisch Oldendorf. Ein Thema, das bewegt und mit großem Interesse bedacht wurde. Deutlich wurde, dass die neue Veranstaltungsreihe UnternehmerMatinée der Weserbergland AG zusammen mit dem Arbeitgeberverband der Unternehmen im Weserbergland und der Stadt Hessisch Oldendorf auf einem guten Weg ist.

Moderatorin Tanja Föhr von der Agentur für Innovationskulturen holt sich Vertreter heimischer Betriebe an die Seite und fragt sie: „Warum Hessisch Oldendorf?“ Mit „Intimität“ fasst Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Reinhard von Aulock zusammen, dass „man sich hier kennt, weiß, wen man ansprechen soll und die Wege kurz sind.“ Wim Ossenkop, Geschäftsführer der Großenwiedener Firma OKO-tech Maschinen- und Anlagebau, die stetig wächst, erklärt: „Wir sind hier verwurzelt, werden von der Verwaltung umsorgt, haben ein Netzwerk aufgebaut, arbeiten mit Schulen zusammen und finden so Praktikanten und Auszubildende.“ Die Fachkräftesuche laufe allerdings überregional. Christine Köhler, kaufmännische Leiterin der Dreluso Pharmazeutika betont, dass man sich „in Hessisch Oldendorf wohlfühlt und es bezahlbaren Wohnraum gibt“. Allerdings müsse mehr für junge Familie gemacht werden. Der Werbering-Vorsitzende, Tischlermeister Karsten Bock, ist aus den neuen Bundesländern ins Weserbergland gezogen und „angekommen“. „Es macht Spaß, mit den Menschen vor Ort zusammenzuarbeiten“, sagt er, benennt allerdings auch Probleme wie Leerstand, die Öffnungszeiten der Geschäfte oder geringe Beteiligung an Werbering-Stammtischen.

Wirtschaftsförderer Heiko Wiebusch ist Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung für Entwicklungsfragen. „Wir wollen schnell, verständlich, kompetent und wirtschaftsnah mit Ihnen zusammenarbeiten“, erklärt er. „Wir sind alle Hessisch Oldendorf, wir vermarkten den Wirtschaftsstandort und tragen gemeinsam Verantwortung!“

Dringlichstes Thema der Wirtschaftsvertreter ist der Breitbandausbau. Andreas Manz vom Landkreis versichert: „Wir wollen zukunftsfähig sein. 2018 rollen die Bagger“, betont er, muss aber gestehen, dass bislang noch kein Provider gefunden wurde. „Unsere Gewerbegebiete müssen bevorzugt behandelt werden, sonst verlieren wir bei der grottenschlechten Anbindung Wirtschaftskraft“, betont Bürgermeister Harald Krüger.

Im zweiten Teil der Matinée tauschen sich die Teilnehmer anhand von konkreten Fragen über den Wirtschaftsstandort aus: Um die Jugend im Stadtgebiet zu halten, müssen attraktivere Angebote für junge Familien entwickelt werden. Als Wünsche an den Standort werden genannt, dass mehr vor Ort gekauft und der öffentliche Personennahverkehr besser an die Dörfer angebunden werden müsse. Ein Lob gibt’s in Sachen Zusammenarbeit mit der Verwaltung bezüglich der Vermittlung von Flüchtlingen an Betriebe.

Gespannt sein dürfen Unternehmer und Verwaltung auf die Entwicklung des „Ebay City“-Projektes, das Thomas Kexel vom Vorstand der Weserbergland-AG kurz vorstellt und das für Mönchengladbach und Diepholz bereits realisiert wurde.

Am Ende der zweistündigen Matinée loben die Teilnehmerinnen Kerstin Scholz und Katrin Rudolph: „Das war ein sehr gutes Format, von Tanja Föhr sehr gut moderiert und visualisiert.“



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