weather-image
24°
Reger Betrieb im Kultourismusforum beim neunten internationalen Glassammlertreffen

Sogar Waschbretter wurden aus Glas gefertigt

HESSISCH OLDENDORF. Wer kennt sie nicht, die seit 1900 hergestellten Weck-Gläser zur Haltbarmachung von Speisen mittels Einkochen? Über 500 von ihnen gehören zur Sammlung von Siegfried Müller aus Mecklenburg. Beim neunten internationalen Glassammlertreffen stellt er neben einer Weck-Glas-Auswahl auch gläserne Waschbretter aus, die während des Zweiten Weltkriegs gefertigt wurden, als Metall in die Rüstungsindustrie wanderte.

veröffentlicht am 19.02.2018 um 09:14 Uhr

Die Sonne lässt die Glasschätze der Sammler leuchten. Foto: ah
Avatar2

Autor

Annette Hensel Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Ich war schon mehrfach hier dabei, mag dieses Flair – und an den Ständen findet man immer wieder Neues“, meint Müller, der nicht lange warten muss, bis das erste Waschbrett verkauft ist.

Schon am Sonntagmorgen herrscht reger Betrieb im Kultourismusforum; nicht nur Hessisch Oldendorfer sind gespannt, welche Glasschätze die Sammler mitgebracht haben. Die Sonne scheint durch die Fenster und lässt Gläser, Flaschen, Schalen und Kugeln in allen Farben leuchten. An einer schlanken, in einem Sperrgebiet Namibias gefundenen deutschen Weinflasche von 1880 prallen die Sonnenstrahlen jedoch ab: „Ihre Oberfläche wurde in der Wüste regelrecht sandgestrahlt“, erklärt Besitzer Helmut Thomsen, der aus Kapstadt angereist ist. Weil er das Siegel einer seiner Bols-Flaschen nicht entziffern und somit deren Alter nicht bestimmen kann, zieht er einen mitausstellenden Experten zurate, der die Herstellung auf 1860 bis 1880 eingrenzen kann.

Eine Weinkanne aus dem 18. Jahrhundert aus einer historischen königlichen Glasmanufaktur in Spanien zieht am Stand von Willem van Traa die Blicke auf sich - wie auch einige wie alte Schnapsgläser wirkende Einzelstücke. Sie entpuppen sich als Füße von Weingläsern, die aus den Jahren 1570 bis 1620 stammen.

Willem van Traa mit der royalen spanischen Weinkanne aus dem 18. Jahrhundert. Foto: ah
  • Willem van Traa mit der royalen spanischen Weinkanne aus dem 18. Jahrhundert. Foto: ah

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare