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Trauer um August Meier / Bürgermeister, Gründungsmitglied der Dorfgemeinschaft, Vorsteher „Exter-Wesertal“

So einen wie ihn bekommt die Gemeinde nicht wieder

Bensen (tk). August Meier wird heute zu Grabe getragen. Viele seiner Freunde und die Familie werden ihn auf seinem letzten Weg begleiten. August Meier starb am vergangenen Dienstag im Alter von 87 Jahren. In den Herzen vieler Bensener und in den Annalen des Ortes wird er weiterleben. Ellenlang ist die Liste seiner Verdienste und Ehrenämter. Vor allem erinnert man sich aber an seine bescheidene Persönlichkeit – stets war er ein Vorbild. Aus der Dorfgemeinschaft ist das Bensener Urgestein kaum wegzudenken.

veröffentlicht am 28.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 23:41 Uhr

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Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft übernahm der gebürtige Bensener 1945 den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters. 1970 trat August Meier als Zivilangestellter in den Dienst der Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg, wo er bis zum Rentenalter in der technischen Gruppe tätig war. Dass er bereits in jungen Jahren viel Verantwortung übernehmen musste, prägte ihn zeit seines Lebens. Bereits 1952 wählte man ihn in den Gemeinderat. 1956 wurde er Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde. Seinerzeit war August Meier das jüngste Gemeinderatsmitglied und auch der jüngste Bürgermeister in Niedersachsen. Das gemeindliche Ehrenamt übte er bis zur Gebietsreform 1973 aus. Danach hatte sein politisches Engagement aber kein Ende. Er gehörte dem Interims-Stadtrat von Hessisch Oldendorf an und war 16 Jahre lang Mitglied des Kreistages des Landkreises Grafschaft Schaumburg.

Ganz besonders wird er den Bürgern Bensens aber als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft in Erinnerung bleiben. Es war 1955, als sich 32 Einwohner des Sünteldorfes dazu entschlossen, die Dorfgemeinschaft aus der Taufe zu heben. Einer von ihnen war August Meier. Ihre Interessen vertrat er als Vorsitzender 45 Jahre lang voller Hingabe. Auch den Vorsitz der Vorholz- und Waldgenossenschaft sowie der Jagdgenossenschaft hatte er über Jahre inne. Schon als Junge wollte er eigentlich gerne Förster werden. 1959 trat er in den Vorstand der Süntelwaldgenossenschaft. Es war für August Meier selbstverständlich, in den Vereinen der Gemeinde aktiv zu sein und sich zu engagieren. So auch für den Unterhaltungsverband „Exter-Wesertal“, dessen Vorsitzender er 36 Jahre lang war. Maßgeblich prägte er die Arbeit des Verbandes. Und seine vielfältigen Tätigkeiten gaben im März 1973 den Anlass, dass ihm der Bundespräsident das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verlieh.

Stolz war August Meier aber auch auf seine Familie. Er hinterlässt seine Frau, eine Tochter, zwei Enkelkinder und drei Urenkel.

August Meier †



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