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Künstlerpaar auch im Winter tätig

Skulpturenpark in Hessisch Oldendorf nimmt Formen an

HESSISCH OLDENDORF. Wer glaubt, dass die trübe Jahreszeit für die Künstlerin Gisela Mewes und ihren Lebensgefährten Werner Braun eine Zeit der Muße ist, der liegt falsch. Ganz im Gegenteil: Im Skulpturenpark am Güterbahnhof in Hessisch Oldendorf wird auf Hochtouren gearbeitet.

veröffentlicht am 23.01.2018 um 12:41 Uhr
aktualisiert am 23.01.2018 um 16:50 Uhr

Gisela Mewes und Werner Braun bändigen das Chaos. Im Sommer soll ihr Künstleratelier der Öffentlichkeit zugänglich sein. Foto: boh
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Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Das ist vor allem beim Innenausbau des futuristisch anmutenden Künstlerateliers in Form eines Oktogons auch dringend notwendig. Wer den Raum betritt, könnte den Eindruck haben, dass hier das blanke Chaos herrscht. Aber wie das Sprichwort schon sagt: Nur das Genie beherrscht das Chaos. „Wir sind gerade dabei, eine Art Ablagesystem für alle Utensilien zu schaffen“, erklärt Werner Braun lachend. Das sei in dem Gebäude, in dem es keine einzige gerade Wand gibt, eine echte Herausforderung. Gisela Mewes und ihr Lebensgefährte arbeiten deshalb an einem ausgeklügelten Ablagesystem. Holzkisten in vielen Größen, die Stauraum für Malerutensilien, aber auch für Bierzeltgarnituren geben, müssen dafür einzeln angefertigt werden. Und zwar exakt so, dass sie sich den Wandneigungen anpassen.

Somit wird täglich fast in Akkordarbeit ausgemessen, angepasst, gesägt, gehämmert und verschraubt. Platz finden die einzelnen Kisten im Zwischenboden, der von der Decke aus eingezogen wurde und über eine Holzleiter erreichbar ist. „Damit wir dieses System auch optimal nutzen können, wird jede einzelne Kiste mit Rollen versehen und erhält abschließend eine Zahl als Aufdruck“, sagt Mewes. Gleichzeitig wird eine Inventarliste erstellt, in der der Inhalt jeder Kiste erfasst wird. „Das erspart uns anschließend unnütze Sucherei“, betont Braun.

Dieser Stauraum ist dringend nötig, um die Ausstellungsfläche freizubekommen. Immerhin sollen hier ab Mitte des Jahres Kunstausstellungen stattfinden. Auch auf dem etwa 4500 Quadratmeter großen Areal rund um das Oktogon hat sich einiges getan. Immer mehr Skulpturen haben inzwischen ihren endgültigen Platz rund um den Teich gefunden. An der Außenbeleuchtung arbeitet Braun ebenfalls. Mewes und ihr Lebenspartner werden in den nächsten Wochen nochmals das Tempo erhöhen müssen, um das ehrgeizige Projekt pünktlich fertigzustellen. Im Sommer soll es der Öffentlichkeit übergeben werden. „Sehen, fühlen, tasten, verweilen und genießen – dafür steht dann dieser Park“, haben sich beide auf die Fahne geschrieben. Bereits jetzt, in dieser fortgeschrittenen Bauphase, ist dieses Motto mehr als deutlich erkennbar.

Auf dem Außengelände am Teich haben bereits viele Skulpturen ihren Platz gefunden. Foto: boh
  • Auf dem Außengelände am Teich haben bereits viele Skulpturen ihren Platz gefunden. Foto: boh


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