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„Alter Friedhof“ könnte zum Park werden – doch die denkmalgeschützten Gräber müssen erhalten bleiben

Sitzbänke statt Ruhestätten

Hessisch Oldendorf. Friedhöfe sind Orte der Ruhe. Werden Flächen, die ehemals Friedhöfe waren, jedoch frei und stehen theoretisch einer anderen Nutzung zur Verfügung, kann es um solche Flächen mitunter auch ganz schön laut werden. Hinsichtlich der künftigen Nutzung des „Alten Friedhofs“ in der Kernstadt, von der Bundesstraße 83 auf der Landesstraße 434 in die Kernstadt hineinfahrend rechter Hand gelegen, steht die Diskussion noch ganz am Anfang. Dennoch beschäftigt sich die Stadt zurzeit damit, so auch kürzlich im Ortsrat Hessisch Oldendorf.

veröffentlicht am 22.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

von Christoph Boßmeyer
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Ein Park sei eine naheliegende Möglichkeit zur Nutzung des Areals. Jedoch auch wieder nicht, denn die unmittelbare Nähe zur L 434 sorge für eine Lärmbelästigung, die für einen Park eigentlich nicht gehe, so Heiko Wiebusch, bei der Stadt für Planungen und Projekte zuständig. Naheliegend sei der Gedanke trotzdem, denn ein angedachter Rundweg ließe sich relativ schnell realisieren.

„Der Hintergrund, der die Gedankenspiele um die Nachnutzung überhaupt möglich macht, ist der, dass seit 2012 die Belegungsrechte abgelaufen sind“, so Wiebusch. Das bedeute, die Gräber könnten entwidmet werden. Trotz dieser Tatsache gehöre das Areal weiterhin zum laufenden Geschäft der Verwaltung, sprich sie kümmere sich um die Pflege der Anlage. Eine Initiative durch „Hessisch Oldendorf baut um“ und den Heimatbund habe nun den Impuls gegeben, sich in der Verwaltung intensiver mit der Fläche zu beschäftigen. Gerade arbeite man an einer ersten Idee zur Gestaltung des alten Friedhofs. Im kommenden Jahr werde es dazu nähere Informationen geben, bittet Wiebusch die Ortsratsmitglieder um Geduld. Auch zur finanziellen Seite der Umgestaltung wurde nichts bekannt.

Selbst wenn das Konzept stehe und allgemein Gefallen finde, bleibe ein Problem. Auf dem Friedhof befänden sich denkmalgeschützte Gräber, so der Fachbereichsleiter. „Diese Grabstätten müssen in ihrem Charakter erhalten bleiben“, erklärte Wiebusch. Die Zahl sei überschaubar, verkompliziere die Planung aber doch ein wenig. Alle anderen Gräber stünden nicht unter Denkmalschutz und könnten demnach abgeräumt werden.

Theoretisch zumindest, aber auch das sei nicht so einfach. Viele Grabstätten gehörten alteingesessenen Hessisch Oldendorfern. „Wenn sie sich mal die Namen anschauen, dann kennen sie davon viele“, sagte Wiebusch. Wie solle die Stadt damit verfahren? Zu guter Letzt präsentierte er eine erste Skizze einer möglichen Lösung für das Problem. Die denkmalgeschützten Gräber konzentrieren sich in wenigen Bereichen, die man entsprechend in eine zukünftige Gestaltung integrieren müsste. Mit den übrigen Grabstätten könnte man so verfahren, dass man auch für diese Gräber einen eigenen Bereich schafft, vorausgesetzt die Angehörigen wollten das so. Was immer auf der Fläche zukünftig entstehe, es müsse vom Charakter geeignet sein, mit denkmalgeschützten Gräbern zu funktionieren und doch eine möglichst attraktive Lösung für den alten Friedhof sein.



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