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Jugendtreff zählt immer mehr Besucher

„Sie wissen, dass wir immer für sie da sind“

Hessisch Oldendorf (bj). „Das ist eine Jugendbegegnungsstätte, ein Rückzugsort für Jugendliche verschiedener Nationen“, freut sich der Stadtjugendpfleger Tarik Oenelcin und meint damit den Jugendtreff in der Hessisch Oldendorfer Malschule am Barksener Weg. Die pädagogische und organisatorische Leitung dieses Angebots für Jugendliche bis 17 Jahre obliegt dem Stadtjugendpfleger. „Ohne die jungen, dynamischen Kräfte Christin und Kirsten Bormann, Lisa Sprick und Robert Ariessen könnte die offene Jugendarbeit dort nicht so erfolgreich laufen“, lobt Tarik Oenelcin die vier engagierten Helfer.

veröffentlicht am 24.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 04:41 Uhr

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Die Stadt Hessisch Oldendorf hatte mit Tarik Oenelcin und Stefanie Söhlke über längere Zeit zwei Jugendpfleger, aus Gründen der Haushaltskonsolidierung wurde die Stelle von Stefanie Söhlke in eine halbe Stelle umgewandelt. Nach deren beruflicher Neuorientierung ist die Stelle momentan unbesetzt. „Perspektivisch gesehen möchte ich die halbe Stelle wieder besetzen, im Fachbereich wird zurzeit ein Konzept erarbeitet, das ein langfristiges und nachhaltiges Angebot für junge Leute garantieren soll“, erklärt Bürgermeister Harald Krüger. Da die vielfältigen Aufgaben der Stadtjugendpflege nicht allein von Tarik Oenelcin geleistet werden können, hatte die Stadt zum 1. Februar dieses Jahres zwei Kräfte auf Honorarbasis eingestellt. Christin und Kirsten Bormann sind so motiviert und erfolgreich in die Arbeit der offenen Jugendarbeit eingestiegen, dass nach kurzer Zeit mittwochs und freitags zwischen 20 und 30 Jugendliche zum Jugendtreff kamen. Zum 1. Juli stellte die Stadt Lisa Sprick und Robert Ariessen als weitere Kräfte ein, um das Angebot und die Arbeit im Jugendtreff aufrecht erhalten zu können. „Die vier jungen Leute sind im Besitz einer amtlichen Jugendleiterkarte und haben eine Fortbildung zum Thema Schutzauftrag § 8 a-Kindeswohlgefährdung erfolgreich absolviert“, führt Bürgermeister Harald Krüger aus. Darüber hinaus sind die vier Mitstreiter von Tarik Oenelcin schon seit Jahren ehrenamtlich bei der Stadtjugendpflege tätig. Sie haben Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen in Vereinen gesammelt, wie Christin Bormann, die die Handballminis bei der Handballspielgemeinschaft Fuhlen-Hessisch Oldendorf trainiert, oder Robert Ariessen, der beim VfL und bei der DLRG mit Kindern und Jugendlichen arbeitet. Lisa Sprick ist seit Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit der Kirche engagiert. Den enormen Zulauf beim Jugendtreff sieht Kirsten Bormann im Wesentlichen in der Kooperation mit der Haupt- und Realschule begründet. „Seitdem wir uns in den Klassen vorgestellt haben und mit Plakaten und Flyern für unser Angebot werben, hat sich die Akzeptanz schlagartig verbessert“, freut sie sich. „Wir sind froh, dass uns die Schulleiter Ottmar Framke und Günter Höfelmann unterstützen und wir dort für die Angebote der offenen Jugendarbeit Werbung machen dürfen“, unterstreicht auch der Stadtjugendpfleger. Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren können immer mittwochs und freitags zwischen 18 und 22 Uhr in die Räume der Malschule kommen.

„Wir spielen Karten, quatschen oder chillen“, lacht eine Spielerin in der Kartenrunde, während andere Jugendliche am Kicker und am Billardtisch ihren Spaß haben. „Sie wissen, dass sie hierher kommen können und wir immer für sie da sind“, sagt Robert Ariessen. Und er fügt an: „Von uns Betreuern sind garantiert immer zwei anwesend.“ Tarik Oenelcin ergänzt: „Diese Sicherheit haben somit auch die Eltern, deren Kinder zum Jugendtreff gehen.“ Der Stadtjugendpfleger, der sich selbst auch in regelmäßigen Abständen in der Malschule sehen lässt, freut sich über die gute Atmosphäre.

„Meine vier Mitarbeiter sind jung, sie sprechen die Sprache der Jugendlichen und sind für diese Altersgruppe glaubwürdig“, erklärt er. Die vier Betreuer entwickeln mit den Jugendlichen Ideen für weitere Angebote, erarbeiten dann ein Kurzkonzept, das sie dem Stadtjugendpfleger vorlegen und das nach dessen Okay umgesetzt wird.

Ins Boot geholt werden auch andere. So wird in einer gemeinsamen Aktion der Stadtjugendpflege und der Dorfgemeinschaft Welsede ein Kinoabend in den Räumen der Malschule vorbereitet. „Dieses geschieht nicht nur, weil wir Jugendliche aus Welsede für den Jugendtreff in Hessisch Oldendorf begeistern wollen, sondern weil wir in unserer Satzung festgeschrieben haben, dass wir Aktionen der Stadtjugendpflege unterstützen“, betont Sven Sattler. In die Satzung aufgenommen haben die Welseder den Passus mit der Zusammenarbeit, da die Stadt die Dorfgemeinschaft bei Anschaffungen unterstützt hat.

Am Samstag, 20. November, wird das Filmangebot zum ersten Mal in der Malschule gemacht. Als der Stadtjugendpfleger die Jugendlichen nach ihren Filmwünschen fragte, kam es zu einer lebhaften Diskussion, und auch die Frage nach Popcorn oder Pizza war nicht so schnell zu klären. Sven Sattler, der Vorsitzende der Welseder Dorfgemeinschaft, und Tarik Oenelcin sind sich aber sicher, dass am Kinoabend alle zufrieden sein werden. Alle, das sind die vielen deutschen und türkischen Jugendlichen sowie die anderen jungen Leute mit Migrationshintergrund, die regelmäßig und in immer größerer Zahl zum Jugendtreff kommen.

„Wir decken Integrationsarbeit auf eine Art und Weise ab, die für die Jugendlichen unmerklich geschieht, und damit wird das Miteinander von den jungen Leuten als selbstverständlich empfunden“, beschreibt Tarik Oenelcin die seit Jahren laufende erfolgreiche offene Jugendarbeit in Hessisch Oldendorf.

Die Jugendlichen beraten, welche Filme sie beim geplanten Kinoabend, der beim Jugendtreff im November angeboten wird, sehen wollen.

Fotos: bj

Sven Sattler (re.) von der Welseder Dorfgemeinschaft plant im Gespräch mit den Betreuern den Filmabend.



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