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Fangemeinde wartet auf nächsten Auftritt des Duos „PiekBuBen“

Sie piesacken ihr Publikum

HESSISCH OLDENDORF. „Wir haben keine Angst davor, böse zu sein“, sagen Stefan Bohrer und Lutz Göhmann, musikalische Partner im Duo „PiekBuBen“. Zur Bestätigung erzählen beide, dass sie ihr Konzert im Kultourismusforum im Januar mit „einem Abgesang auf den Hessisch Oldendorfer Karneval“ eröffnet haben.

veröffentlicht am 06.02.2018 um 11:42 Uhr
aktualisiert am 06.02.2018 um 16:00 Uhr

Die „PiekBuben“ Stefan Bohrer (li.) und Lutz Göhmann tragen mit Narrenkappen und Friedhofslichtern den Hessisch Oldendorfer Karneval zu Grabe. Foto: bj

Autor:

Barbara Jahn
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„Wir haben gespürt, dass das Publikum begeistert davon ist, schließlich ist Aktualität zu den regionalen Themen unser Anspruch“, erklärt Stefan Bohrer. „Seit elf Jahren treten wir gemeinsam als PiekBuBen auf, unsere Silberhochzeit haben wir allerdings schon gefeiert, schließlich kennen wir uns seit nunmehr 28 Jahren“, flachst Lutz Göhmann.

„Mein Vater war der Leiter des Musikkorps der Stadt Hessisch Oldendorf, mir ist die Musik quasi in die Wiege gelegt. Bereits mit sechs Jahren erhielt ich Klavierunterricht, lernte später Trompete und hatte 1975 mit elf Jahren meinen ersten Auftritt mit dem Musikkorps“, erinnert er sich. Ursprünglich habe er auf Lehramt Musik studiert und während dieser Zeit bereits bei der Kreisjugendmusikschule (KJMS) Schaumburg gejobbt. Als man ihn gefragt habe, für die KJMS Schaumburg zu arbeiten, habe er sich entschieden, das Angebot anzunehmen. „Nun bin ich bereits seit zehn Jahren Leiter der Bildungseinrichtung. Von 2000 bis 2015 war ich der musikalische Leiter des Musikkorps der Stadt Hessisch Oldendorf“, erzählt Göhmann.

„Ich bin erst später zur Musik gekommen, nämlich als ich mit 13 Jahren anfing, als Chorknabe zu singen“, erinnert sich Stefan Bohrer. Später habe er mit seiner Kollegin Christine Koeffler als Ausgleich zum Beruf musiziert, so der Krankenpfleger. „Ja, und dabei hat uns einmal der damalige Leiter der Sumpfblume, Wolfgang Meier, gehört. Warum um Himmels Willen tretet ihr denn nicht auf, fragte er uns. Das war 1995 der Beginn von ‚Pas de Deux‘, es folgte ab 2003 meine Zusammenarbeit mit Beatrice von Singen im Duo ‚Die fiesen Mantenten‘, die 2007 beendet war“, führt Bohrer aus. Damals tritt Göhmann in das musikalische Leben von Bohrer. „Ich wollte mal selbst wieder aktiv musizieren und nicht nur als Orchesterleiter tätig sein. Ich konnte mir gut vorstellen, mit Stefan gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Wir ticken ähnlich und haben den gleichen Humor. Wir haben damals innerhalb von sechs Wochen unser erstes Programm ‚Semperfidelis‘ erarbeitet und sind damit im Kultourismusforum aufgetreten“, führt Göhmann aus.

Auf Anhieb haben Lutz Göhmann (Klavier und Gesang) und Stefan Bohrer (Gesang) mit ihrer Interpretation von Chansons der vergangenen 40 Jahre eine Fangemeinde. Egal, ob Lieder von Georg Kreisler oder Bodo Wartke, „wir spielen diese nicht einfach nach. Bei Kreisler modernisieren wir beispielsweise vorsichtig die Texte und wir setzen eigene musikalische Akzente“, erklärt Göhmann.

Sein Partner ergänzt: „Manche Texte nehmen wir in die Mangel, kneten daran herum, um einen lokalen Bezug zu schaffen. Das stößt nicht immer auf Begeisterung der Betroffenen, wir aber wollen dem Publikum den Spiegel vorhalten.“ Schließlich habe der Name „PiekBuBen“ etwas mit pieken oder piesacken zu tun, feixen die Musiker.

Dass keines ihrer jeweiligen Konzerte dem anderen gleicht, hat vermutlich mit der Moderation des Duos zu tun. „Es sind eher Gespräche zwischen uns oder uns und dem Publikum, es ist eine Art Ping-pong Spiel, in dem wir uns die Bälle zuspielen. Wir haben unsere Lieder als Rahmen, den Rest improvisieren wir und das können wir, weil wir ähnlich gestrickt sind“, lachen beide.

Ganz sicher gibt es auch im neuen Programm, das die PiekBuBen derzeit erarbeiten wieder einen roten Faden, sprich einen Programmtitel, aber auch viele spontane Wortwechsel zwischen den Protagonisten. „Wir verraten noch nichts, werden aber im November an zwei Abenden auftreten, denn schon jetzt gibt es Anfragen für unsere nächste Vorstellung“, verweist Bohrer auf den geplanten Auftritt im Herbst.

Fragt man das Duo nach seinem Erfolgsrezept, antworten beide wie aus einem Mund und aus der Pistole geschossen: „Wir nehmen uns selbst nicht ernst, wir treten auf, weil wir Spaß daran haben.“

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