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Hanna und Josef Ewers-Meyer für ihr Ackerprojekt mit dem SPD-Heimatpreis ausgezeichnet

Sie geben behinderten Menschen Freude

Fuhlen (die). Seit elf Jahren führen die Eheleute Hanna Meyer und Josef Ewers-Meyer behinderte und nichtbehinderte Menschen mit ihrem Projekt „Acker 2000“ zusammen. Für dieses Engagement wurde ihnen jetzt der Heimatpreis 2008 des SPD-Stadtverbandes im Rahmen einer kleinen Feierstunde verliehen. Die Preisverleihung des mit 750 Euro dotierten Preises erfolgte durch den Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes, Volker Rödenbeck, und die stellvertretende Vorsitzende Waltraud Ahrens.

veröffentlicht am 24.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 16:21 Uhr

Waltraud Ahrens überreichte einen „Blumenacker“ an H
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Die Laudatio im Gasthaus Bücher hielt der Fuhlener Ratsherr Kai-Uwe Eggers. „Heute würdigen wir die Eheleute Hanna und Josef Ewers-Meyer, die insbesondere denjenigen Freude geben, die vom Schicksal getroffen sind und häufig ein Leben lang auf die schönen Dinge – wie wir sie nennen – verzichten müssen. Es sind teilweise schwer kranke Menschen, die schwerstbehindert sind und in unserer leider oft egoistischen und von Wohlstand geprägten Welt gemieden werden. Hanna und Josef Ewers-Meyer haben es sich zur Aufgabe gemacht, für diese von Leid geplagten Menschen da zu sein“, lobte Kai-Uwe Eggers die Preisträger.

Ackerprojekt 1998 mit Konfirmanden begonnen

Im Jahr 1998 kamen Josef Ewers-Meyer und der Pastor der Kirchengemeinde Hemeringen/Lachem, Friedrich Rieke, auf die Idee, eine Ackerfläche durch Konfirmanden gemeinsam mit Bewohnern und Betreuern der Diakonischen Werke „Haus Pyrmont“ beackern zu lassen. Zum Konzept gehörte es, die Feldarbeit mit Pferden und einfachsten Geräten zu erledigen. Die Aktivitäten auf dem Acker in der Nähe des Modellflugplatzes Lachem stießen schnell auf das Interesse der Dorfbevölkerung. Kinder, Rentner, Künstler und Landwirte stießen zu den jährlich neuen Aktivitäten hinzu. So wurde in den vergangenen Jahren gemeinsam ein Lehmofen gebaut, Projektarbeit mit Pferden und altem Gerät auf dem Acker wurde geleistet, der Melkschuppen der Familie Diers an der Weserbrücke wurde demontiert, es wurde eine Floßfahrt mit Kunst an Fluss und Feld durchgeführt, und auch bei den Ferienpass-Aktionen wurden Plätze angeboten.

Die behinderten Menschen, die an den Projekten teilnehmen, kommen unter anderem von der Lebenshilfe und der Paritätischen Gesellschaft Behinderter (PGB). Werbung brauche man für das Ackerprojekt nicht zu machen. „Das geht mit Mund-zu-Mund-Propaganda“, berichtete Josef Ewers-Meyer.

Hanna Meyer dankte dem SPD-Stadtverband für die Auszeichnung. „Es war eine große Überraschung, dass wir für euren alljährlichen Heimatpreis ausgesucht wurden“, sagte sie. Und weiter: „Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass ‚Integration und Begegnung‘ das Motto des Ackerprojekts ist. Bereits im ersten Jahr hatte sich der Acker – eher zufällig – als ein Ort für Integration und Begegnung erwiesen. Hier begegneten sich Menschen bei gemeinsamem Tun rund ums Lagerfeuer oder im Labyrinth, die sonst niemals in Kontakt zueinander gekommen wären. Obgleich es in den folgenden Jahren immer mehr oder weniger intensive und unterschiedliche Schwerpunktsetzungen gab, stabilisierte sich eben dieser Charakter heraus. Wir freuen uns, wenn ihr weiterhin Interesse an unserem Tun zeigt und sagen nochmals: Danke.“

Am Freitag ist Start in die neue Ackersaison

Die Saisoneröffnung von „Acker 2000“ ist kommenden Freitag um 14 Uhr auf der Ackerfläche in der Nähe des Lachemer Modellflugplatzes. „In diesem Jahr soll die Teilnahme am Umzug der 450. Kirmes im Mittelpunkt des Ackerprojektes stehen“, sagt Hanna Meyer.



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