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Ein guter Zuhörer ist wichtig

Senioren-Besuchsdienst: Offenes Ohr für Sorgen und Nöte

KRÜCKEBERG. „Besuche sind Seelsorge“, stellt Pastorin Dayana Hawkins klar. Mehr als 100-mal im Jahr besuchen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Besuchsdienstes im gemeinschaftlichen Pfarramt Wesertal kranke, ältere und alleinstehende Menschen in den Gemeinden rund um Hessisch Oldendorf. Bei einem Gedankenaustausch im Gemeindehaus in Krückeberg wollten die Helferinnen jetzt für ihre wichtige Arbeit werben.

veröffentlicht am 14.09.2018 um 16:37 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 21:30 Uhr

Viele Senioren wünschen sich einen Menschen, der ihnen Zeit schenkt und zuhört. Das übernehmen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Besuchsdienstes des „Gemeinschaftlichen Pfarramts Wesertal“. Themenfoto: pixabay
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Ernst August Wolf Reporter
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„Eine sinnvolle Tätigkeit, da bin ich ganz drin“, so eine Teilnehmerin, und eine andere ergänzte: „Ich habe durch die Begegnungen mit den Menschen und die Gespräche sehr viel zurückbekommen.“

Bei einer Kaffee- und Kuchenrunde tauschten sich die Mitarbeiterinnen des Gesprächsdienstes intensiv aus, umrissen dabei die positiven, aber mitunter auch nachdenklich stimmenden Seiten ihres Dienstes.

„Reden und reden lassen“, so das Thema, das sich die Prädikantin im Kirchenkreis, Heidrun Kuhlmann, ausgesucht hatte. Die gelernte Architektin wies darauf hin, dass man „einsam nicht nur alleine“ und dass Zuhören noch wichtiger als Reden sei. „Im Besuchsdienst müssen wir ohne viele Worte einfach den Menschen Zeit schenken“, so die 64-Jährige. „Unsere Fähigkeit zuzuhören, nimmt ab“, bedauerte sie.

„Im Besuchdienst müssen wir ohne viele Worte einfach den Menschen Zeit schenken. Heidrun Kuhlmann Prädikantin
  • „Im Besuchdienst müssen wir ohne viele Worte einfach den Menschen Zeit schenken. Heidrun Kuhlmann Prädikantin

In einer sehr zuhörerorientierten, einfachen und bildhaften, Zusammenhänge in verständlichen Variationen erklärenden Sprache, berichtete Kuhlmann vom Wert des Zuhörens und kam zu dem Schluss, dass „ein guter Zuhörer mehr zu schätzen“ sei „als ein guter Redner“. Etwa in der ärztlichen Sprechstunde, in der es vor allem darauf ankomme, zuzuhören. „Wir gewinnen die Menschen durchs Zuhören“, so Kuhlmanns Fazit.

Am Anfang aber sei das Wort gewesen, so die Referentin weiter und machte die umfassende Kraft der Worte deutlich: Sprachvermögen, Wortschatz, Worte, die wohltun, wehtun und wirken. „Gönnt den anderen ein Wort“, forderte Kuhlmann.

Auch Beten sei Zuhören, nicht nur Reden, so Hawkins. Reden und Zuhören, das rühre an den Kern des Evangeliums. Zeit jenen zu schenken, die glauben, man habe sie vergessen, da sei auch die Kirche noch gefordert.

„Wir hoffen, das viele neugierig auf unsere Arbeit sind“, so die Seelsorgerin. Eine weitere Gelegenheit, sich mit dem ehrenamtlichen Besuchsdienst vertraut zu machen, gibt es am 18. September um 17.15 Uhr im Gemeindehaus in Krückeberg.



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