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Noch heute haben katholische Karnevalisten aktive Mitglieder der ersten Stunde

Seit 50 Jahren heißt es: „Boni-Max-Helau“

Hessisch Oldendorf. Vor 50 Jahren rief Kaplan Josef Switala den katholischen Karneval Boni-Max ins Leben, abgeleitet von St. Bonifatius, dem Namen der Gemeinde, sowie dem Vornamen des Pfarrers Max Czerwensky. Ganz so einfach sei es für ihn nicht gewesen, Pfarrer und Gemeindereferentin davon zu überzeugen, dass er als Geistlicher sogar in die Bütt stieg, erinnert sich Herbert Könner, seit 1965 für den Elferrat verantwortlich.

veröffentlicht am 19.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

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Autor:

Annette Hensel
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Dieser setzte sich aus Mitgliedern von Switalas Jugendgruppe zusammen, die mit Sketchen und Tänzen auch maßgeblich das Programm gestalteten. „Unsere Karnevalskappen haben wir damals aus Pappe und buntem Papier selbst gefertigt“, so Boni-Max-Ehrenpräsident Klaus Breitkopf, der einige Originale aufbewahrt hat.

Die erste Sitzung fand am 21. Februar 1965 im Hessisch Oldendorfer Schützenhaus statt. Nachdem es abgebrannt war, wichen die Karnevalisten in den Saal des Gasthauses Rohdental und – als dieser zu klein wurde – in den des Gasthauses Beißner in Großenwieden aus. Dort mussten wegen starken Schneefalls und Kälte 1979 zusätzlich Gasbrenner aufgestellt werden, damit es alle halbwegs warm hatten. „Leider kam es regelmäßig vor, dass wir Besucher nach Hause schicken mussten, weil der Saal aus allen Nähten platzte“, erzählt Breitkopf.

Insofern empfindet es Könner als einen der Höhepunkte, dass Boni-Max 1981 in die neu gebaute Stadthalle umziehen konnte. „Da hatten wir viel mehr Möglichkeiten und bekamen natürlich viel mehr Zuschauer unter“, erklärt er. Bis heute weiß das Publikum die besondere familiäre Atmosphäre beim katholischen Karneval zu schätzen.

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Viele närrische Einlagen sind im Gedächtnis geblieben wie die Trauung mit der Braut in Turnschuhen oder Beate Iwans Auftritt in der Bütt – der Zeit weit voraus als Bundeskanzlerin. Unvergessen sind auch die Sketche von Frau Bonni und Frau Max sowie Beiträge der Hauptamtlichen wie die Büttenreden des langjährigen Gemeindereferenten Matthias Risau-Klöpper. Ein großartiges Erlebnis für die Karnevalisten stellte die Reise nach Delligsen in Pfarrer Switalas Gemeinde dar, in der sie ihr Boni-Max-Programm aufführten.

Noch heute sind Männer der ersten Stunde auf der Boni-Max-Bühne dabei wie Breitkopf und Norbert Hannig im Herrenballett. Dessen Frau Monika kam 1973 mit 23 Jahren zum Karneval, tanzte mit einer Freundin den Kriminaltango vor und gründete im Jahr darauf das Damenballett, das sie bis heute leitet. „Mein Highlight war unser Hexentanz 1993 – bei Nebel und Käuzchen-Geschrei haben wir uns ins Rampenlicht geschlichen“, sagt sie. Im Publikum sitzen werden bei der Jubiläumsveranstaltung auch Günter Peschke, der 30 Jahre lang Sitzungspräsident war, sowie Heinz Stoschek. Er bescherte den Katholiken 1966 mit seinem Auftritt als erstes Boni-Max-Tanzmariechen eine grandiose Überraschung.

„Boni-Max-Helau!“ heißt es am Samstag, 24. Januar. Um 19.11 Uhr beginnt die Jubiläumsveranstaltung im Baxmann-Zentrum. Karten gibt es im Vorverkauf in den katholischen Pfarrbüros in Hessisch Oldendorf und Rinteln, bei Familie Hannig in der Feldstraße (Telefon 05152/51965) und bei Familie Breitkopf in Großenwieden (Telefon 05152/1628).

Auch 1980 hatte man viel für Verkleidungen übrig: Zum Beispiel Dieter Steding und Jürgen Drescher als Frau Bonni und Frau Max (re.)



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