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Dagmar Hoffmann verabschiedet sich – ein Nachfolger wird bislang vergeblich gesucht

Schulleiterin hinterlässt eine Leerstelle

Hameln (bj). „Tschüss, ich bin raus“, fröhlich winkend sind dies die letzten Worte, die Dagmar Hoffmann bei ihrer Verabschiedung als Schulleiterin der Verlässlichen Grundschule Hohes Feld an die Gäste richtet. Gerne hätte Dagmar Hoffmann an diesem Tag die Kollegin oder den Kollegen begrüßt, die bereit gewesen wären, ihre Nachfolge anzutreten. Doch weder die Stellenausschreibung im Schulverwaltungsblatt noch persönliche Nachfragen motivierten einen Pädagogen oder eine Pädagogin, sich dieser Verantwortung zu stellen.

veröffentlicht am 02.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:21 Uhr

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Ob es daran liegt, dass „die Latte sehr hoch liegt“, wie es die Vertreterin der Schulelternschaft, Kirstin Hemgenberg, nennt oder an den veränderten Anforderungen an Schule, ist auch für das Kollegium schwer einzuschätzen. Das Hohe Feld ist kein Einzelfall, auch an anderen Schulen laufen Ausschreibungen für Schulleiterstellen ins Leere.

Bereits bei ihrer Verbeamtung im Jahr 1973 attestiert der damals zuständige Schulrat Dagmar Hoffmann „engagierte, zukunftsorientierte pädagogische Arbeit“. Ihr Schwerpunkt der sozialen Integration und der Mut, Herausforderungen anzunehmen, kommt ihr im Februar 2003 bei ihrem Start als Schulleiterin der Grundschule Hohes Feld sehr entgegen.

„Sie haben eine Schule übernommen, die es eigentlich nicht gab“, sagt die Konrektorin Christiana Luttmann-Fähndrich. Das alte, stark belastete Schulgebäude am Senator-Ebenbach-Weg 6 war gerade abgerissen worden und Schüler samt Kollegium auf drei Standorte im Hamelner Stadtgebiet verteilt. Die erste Begegnung mit den neuen Kolleginnen fand im Wohnzimmer einer von der Stadt angemieteten Wohnung in der benachbarten Siedlung statt. „Es herrschte Chaos, aber Sie hatten mit uns den Mut zum Start“, erinnert sich Christiana Luttmann-Fähndrich. Gemeinsam habe man in den folgenden Jahren die Schule zu einem Ort des Lernens, des Wohlfühlens und der Begegnung entwickelt, so die stellvertretende Schulleiterin. Dass das gelingen konnte, „lag an Ihrer Bereitschaft, neue Wege zu gehen“, bedankt sich Dagmar Hoffmann bei ihren Kolleginnen und sie schließt dabei alle ein, mit denen sie in ihrer Funktion als Schulleiterin zusammengearbeitet hat.

Sie habe strukturiert und zielstrebig gearbeitet, aber auch gelegentlich auf ihr Motto „es ruckelt sich alles zurecht“ verwiesen, sagt Christiana Luttmann-Fähndrich. Und der Erfolg habe der Schulleiterin und ihrem Kollegium recht gegeben, denn bei der Schulinspektion 2009 wurde der Verlässlichen Grundschule Hohes Feld ein herausragendes Ergebnis bescheinigt, wie eine der Lehrerinnen erfreut feststellt.

Das Leitbild der Schule „Nicht für alle das Gleiche, sondern für jeden das Beste“ soll auch zukünftig die Arbeit des Kollegiums in der Schule in der Hamelner Nordstadt bestimmen, wie Christiana Luttmann-Fähndrich betont. Sie ist nun kommissarisch verantwortlich für die gut 200 Schüler in den neun Klassen und das Kollegium. Schulamtsdirektor Reiner Langeheine übertrug Christiana Luttmann-Fähndrich die Schulleitung mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres. Ihre Kolleginnen sind sicher, ihre Erfahrung als Konrektorin werde ihr im neuen Amt hilfreich sein. Christiana Luttmann-Fähndrich selbst ist der festen Überzeugung: „Wir am Hohen Feld werden auch weiter alle an einem Strick ziehen.“

Strukturiert und zielstrebig hat sie jahrelang die Verlässliche Grundschule Hohes Feld geleitet. Jetzt verabschiedete sich Schulleiterin Dagmar Hoffmann.

Foto: bj



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