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In Fischbeck fehlt Lautsprecheranlage, um Grundschüler im Falle eines Amoklaufes zu warnen

Schule nicht für den Ernstfall ausgerüstet

Fischbeck (ll). Dr. Michael Nimsch-Faron sorgt sich um die Sicherheit seiner Schülerinnen und Schüler. Vor dem Hintergrund möglicher Gefährdungsszenarien erachtet der Rektor der Grundschule die derzeitige Alarmierungstechnik als nicht ausreichend. „Im schlimmsten Fall erreichen wir mit den Alarmsignalen genau das, was nicht gewollt ist“, so der Schulleiter.

veröffentlicht am 02.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 20:41 Uhr

Für mehr Sicherheit sollen auch neue Außentüren sorgen. Foto: ll
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Das Problem, was Dr. Nimsch-Faron Sorge bereitet: Im Brandfall sei ein Signalton aus der Alarmanlage zu hören, der die Schüler zum Verlassen der Klassenräume auffordere. Da es für ihn keine technische Möglichkeit gebe, spezielle Eingaben durch Lautsprecher zu tätigen, könnten Schüler im Alarmfall nur nach dem Notfallplan evakuiert werden. „Abhängig von der Gefährdung, kann es aber sinnvoll sein, sich in den Klassenräumen zu verbarrikadieren“, erklärt Dr. Nimsch-Faron. Und das sei mit der vorhandenen Sicherheitstechnik in der Schule nicht zu machen.

Darum bittet der Schulleiter nun den Ortsrat, die notwendige Lautsprechertechnik für die Alarmierung aus Mitteln des Dorfstrukturprogramms zu finanzieren. Knapp 10 000 Euro stehen dem Ortsrat noch aus den letzten Jahren zur Verfügung. Dass man mit den Dorfstrukturmitteln die Grundschule in Fischbeck finanziell unterstützen will, ist seit längerem im Gespräch. Im Hinblick auf Sicherheitsaspekte besteht aber noch Diskussionsbedarf im Fischbecker Ortsrat. „Für die Sicherheit ist der Schulträger verantwortlich“, sagt Ortsbürgermeister Günter Peschke.

Der Schulträger ist in diesem Fall die Stadt Hessisch Oldendorf. Aber in den Haushaltsplanungen der Stadt sind keine weiteren Gelder für die Fischbecker Grundschule vorgesehen. Wie der zuständige Fachbereichsleiter im Hessisch Oldendorfer Rathaus, Hartmut Büttner, erklärt, sei die Grundschule mit Hilfe von Geldern, insgesamt gut 165 000 Euro, aus dem Konjunkturpaket II bereits aufwendig renoviert und saniert worden. Derzeit werden die letzten Maßnahmen ausgeführt. Zur verbesserten Energetik und Einbruchsicherheit werden die Außentüren der Schule erneuert.

„Es besteht kein Spielraum für weitere Investitionen“, sagt Büttner. Den Sorgen des Schulleiters entgegnet Büttner mit der Aussicht auf eine landesweite Gesetzgebung zur Sicherheit an Niedersachsens Schulen. Sollte es eine gesetzliche Regelung zur Alarmierungspraxis an Schulen geben, könnte nach dem Konnexitätsprinzip eine Lautsprecheranlage auch aus Landesmitteln finanziert werden.



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