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Erlebnisorientierter Präventionsansatz kommt bei Schülern an / Stationen zum Thema Liebe und Verhütung / Redehemmungen schnell abgelegt

Schüler setzen sich mit Aids, Liebe und Sexualität auseinander

An der Station Liebe und Verhütung wurde die Handhabung von Kondomen ausprobiert – anfangs zögerlich, dann interessiert und mit wenig Scheu.

veröffentlicht am 08.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 03:21 Uhr

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Foto: ah

Hessisch Oldendorf (ah). Mit Jugendlichen ins Gespräch kommen und nachhaltig klarstellen, dass sie für ihren Schutz selbst verantwortlich sind, das war das Ziel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). „Eine Ausstellung auf Augenhöhe der Schüler“ nannte Projektleiter Hilmar Schleich den Mitmach-Parcours über Aids, Liebe und Sexualität, an dem die Hauptschule am Hohenstein und die Wilhelm-Busch-Realschule in Hessisch Oldendorf teilnahmen. Realschulleiter Ottmar Framke nahm das Angebot der BZgA, das in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, der Haupt- und Realschule, der Jugend- und Drogenberatung, dem Kreissportbund und dem Sozialdienst katholischer Frauen in Hessisch Oldendorf entstand, gerne an. „Die Ansteckungszahlen steigen, da müssen wir die Sensibilität der Schüler auf diese Problematik richten“, erklärt er. Immerhin gibt es 3000 HIV-Neuinfektionen pro Jahr, 80 Prozent durch ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Zwei Tage lang durchliefen 300 Acht- bis Zehntklässler der Hauptschule am Hohenstein und der Wilhelm-Busch-Realschule jeweils 90 Minuten lang den Mitmach-Parcours, der an fünf Themen-Stationen sachliche Aids-Aufklärung mit Spiel, Wettbewerb und spannenden Aktionen verband. Behutsam führten Präventionsberater die Schüler in die Thematik ein. Übertragungswege, Schutz oder Leben mit HIV wurden in Kleingruppen in erstaunlich schnell persönlich werdenden Gesprächen diskutiert. Pantomimisch stellten die Schüler die Körpersprache zur Sexualität dar. An der Station Liebe und Verhütung konnte zum Beispiel die Handhabung von Kondomen ausprobiert werden – anfangs zögerlich, dann aber doch konzentriert, interessiert und mit wenig Scheu.

Einige Jugendliche stellten am Ende des Parcours fest, wie wenig sie über Aids und HIV wissen und wie sorglos sie diesbezüglich mit sich selbst umgehen. Biologielehrerin Corinna von Zobeltitz, die mit den Präventionsberatern kooperierte, zeigte sich beeindruckt davon, wie an den einzelnen Stationen Redehemmungen abgelegt wurden und wie motiviert die Schüler sich mit Aids, Liebe und Sexualität auseinandersetzten.

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