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Für Beschilderung und Wegebau 450 000 Euro bereitgestellt / Arbeiten im Süntel kommen gut voran

Schritt für Schritt auf dem Weg zu höherer Qualität

Hessisch Oldendorf (bj). Das ist richtig schwere Arbeit für die drei jungen Männer der Jugendwerkstatt Hameln, müssen sie doch drei Meter lange Eichenpfähle rund 80 Zentimeter tief in den felsigen Boden des Süntelkamms einlassen. An markanten Wegkreuzungen des Weserberglandweges im Wald zwischen Rinteln und Hameln werden die neuen Eichenpfähle aufgestellt, dies ist der erste Schritt auf dem Weg zum zertifizierten Qualitätswanderweg.

veröffentlicht am 12.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 11:41 Uhr

Christian Wiegand (2. v. li.) mit seinen jungen Helfern, Wilhelm Kuhlmann (v. re.), Bernd Ankert und Karl Beißner bei einem Tref
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Wilhelm Kuhlmann, Geschäftsführer des Naturparks Weserbergland freut sich, dass die Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Holzminden und Northeim dem Naturpark Weserbergland die Federführung für das Projekt „Entwicklung des Weserberglandweges zum zertifizierten Qualitätswanderweg“ übertragen haben. „Die Wegeführung ist in weiten Bereichen des künftigen Qualitätswanderweges Weserberglandweg mit den Eigentümern abgestimmt, nun beginnt die Umsetzungsphase“, erklärt er.

Christian Wiegand, Leiter für die bauliche Umsetzung des Weserberglandweges, hat mit den Grundstückseigentümern die genauen Standorte für die Wegweiser festgelegt, sollen sie doch beim Holzeinschlag und insbesondere bei Holzabfuhren nicht im Wege stehen und dennoch für den Wanderer gut zu sehen sein. Insgesamt werden auf der 174 Kilometer langen Strecke des Weserberglandweges zwischen Porta Westfalica und Bad Karlshafen rund 400 Eichenpfosten aufgestellt. Die Hälfte davon stehen im Bereich zwischen Porta Westfalica und Bodenwerder. Für diesen Streckenabschnitt ist die Jugendwerkstatt in Hameln mit der Umsetzung durch den Naturpark Weserbergland beauftragt worden.

„Wir freuen uns natürlich über diesen Auftrag“, sagt Bernd Ankert, Leiter des Hamelner Serviceteams bei der Jugendwerkstatt. So könne man doch zeigen, welches Leistungsspektrum die Jugendwerkstatt anzubieten habe.

Ab Herbst werden im nächsten Arbeitsschritt an den Eichenpfosten die Wegweiser für den Weserberglandweg angebracht. Auf ihnen stehen nicht nur die Entfernungsangaben zu den Nah-, Mittel- und Fernzielen. Der Wanderer findet auch Hinweise auf Besonderheiten entlang des Weges, auf Bahnstationen, Wanderparkplätze und gastronomische Einrichtungen.

„Das Planungsbüro UIH in Höxter hat in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit den Touristikern vor Ort, den Forstverwaltungen und den Grundstückseigentümern sowie den Vertretern der Naturparks Weserbergland und Solling-Vogler ein detailliertes Beschilderungskataster aufgestellt“, erklärt Naturpark-Weserbergland-Geschäftsführer Wilhelm Kuhlmann. Man habe sich dabei an den Anforderungen des Deutschen Wanderverbandes orientiert, um die Zertifizierung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ erhalten zu können.

„Bei der Festlegung des Weges und auch jetzt bei der Umsetzung wurden wir immer eingebunden“, erklärt Karl Beißner, Vorsitzender der Süntelwald Genossenschaft Bensen, als er sich an einer Wegkreuzung oberhalb von Haddessen ein Bild von der Arbeit der Jugendlichen macht. Wichtig für die Genossenschaftsforsten sei natürlich auch, dass die Landkreise für den Hauptweg die Verkehrssicherungspflicht übernommen hätten. Damit sei eine deutliche Entlastung, insbesondere für die Privat- und Genossenschaftswälder, eingetreten, so Karl Beißner. Denn nun sei es die Aufgabe der jeweiligen Landkreise, durch regelmäßige Kontrollen für den ordnungsgemäßen Zustand der Wanderwege zu sorgen. „Durch die vorbildliche Ausschilderung werden die Wanderer zielgerichtet geführt, wie dieses auch schon bei der Ausschilderung der Rundwege im Süntel durch die Kommunen mit örtlichen Wanderpaten erfolgt ist“, sagt der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft.

Die Kosten für die Beschilderung, die Informationstafeln an den Wegen, die Hinweistafeln an den Wanderparkplätzen und auch die erforderliche Herstellung der Wege sind mit rund 450 000 Euro veranschlagt. Die Summe wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen und der beteiligten Landkreise aufgebracht.



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