weather-image
25°
Neue Ideen und Schwerpunkte für das Zukunftskonzept entwickelt

Schönere Landschaft, weniger Leerstand

BENSEN. Über überzogene Miet- und Immobilienpreise wie in den Großstädten müssen sich die Bürger der Süntel und Hohensteindörfer kaum Gedanken machen. In ländlichen Orten wie Bensen, Zersen oder Krückeberg taucht aber ein anderes Problem auf: Manche Gebäude gelten als unverkäuflich, verfallen immer mehr und blockieren so Grundstücke in den Ortsmitten, die auch für moderne Wohnbebauung genutzt werden könnten.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 15:36 Uhr

Mit Landwirten soll besprochen werden, wie bewirtschaftete Landschaft für Touristen attraktiv bleiben kann. Foto:Patrick Pleul
Jens Spickermann

Autor

Jens Spickermann Volontär zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dafür müsse eine Lösung her, hieß es bei der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Süntel und Hohenstein. Ausnahmsweise tagten die Vertreter der Verbunddörfer am Montag gemeinsam, um über das Zukunftskonzept für die Süntel- und Hohensteindörfer zu beratschlagen. Bei einer Versammlung in Zersen hatten bereits Bürger der Ortschaften Ideen gesammelt, mit denen sich die Stadt für Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm bewerben will (wir berichteten). Nachdem bei der Bürgerversammlung bereits zahlreiche Ideen festgehalten wurden, setzten die Ortsräte noch zusätzliche Schwerpunkte.

Auch für die zwei bis fünf leerstehenden Immobilien pro Dorf, wie beispielsweise die alte Molkerei in Höfingen, könne es möglich sein, Fördermittel für eine Umnutzung oder Revitalisierung zu bekommen, erläuterte Heiko Wiebusch von der Stadt. Unter Umständen seien auch neu gegründete Kleinstbetriebe förderfähig. „Es gibt viele Möglichkeiten, wenn man versucht, die Dinge kreativ zu bewegen“, meinte Peter Flaspöhler vom zuständigen Planungsbüro. Weitere Schwerpunkte für den Fördermittel-Antrag wollen die Ortsratsmitglieder im Bereich verträgliche Landnutzung setzen sowie bei der Zusammenarbeit der Süntel- und Hohensteindörfer. Die verschiedenen Dorffeste könnten gemeinsam organisiert und gefeiert werden, so die Idee. Besonders herausgehoben wurde auch der Bereich der Mobilität und sonstiger Infrastruktur.

Ob der Antrag, den die Stadt bis zum 1. August stellen möchte, letztendlich bewilligt wird beziehungsweise wie lange das dauert, ist unsicher. Normalerweise nehme die zuständige Behörde nur eine oder zwei Dorfregionen in das Programm auf, erklärte Wiebusch. Eine Rolle spiele bei der Bewilligung zum einen, wie lange ein Antrag schon vorliegt, aber auch andere Kriterien anhand derer die Förderwürdigkeit beurteilt werde. „Die Chancen sind am besten, wenn es einer Kommune besonders schlecht geht, sie aber ein besonders gutes Konzept hat“, erläuterte Flaspöhler.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare