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Touristikzentrum will mehr als nur Führungen bieten / Workshops, Vorträge und illuminierte Tropfsteine

Schillat-Höhle immer wieder neu erleben

Hessisch Oldendorf. Für die Schillat-Höhle setzt das Touristikzentrum Westliches Weserbergland darauf, über die Führungen hinaus zusätzliche Anlässe für einen Besuch zu schaffen. Über erste Erfolge aus dem Vorjahr berichtet Geschäftsführer Matthias Gräbner, der nun daran anknüpfen will. Erstmals gibt es ab März ein Veranstaltungsprogramm, das allein bis zum Juli rund 15 Termine umfasst. Es reicht von der Fotografie über Geologie bis hin zu Meditationen und Informationen rund um die Natur zwischen Süntelbuchen oder den Gelbbauchunken im Steinbruch. Neugierde weckt Gräbner dann auf den Spätherbst, ohne schon zu viel verraten zu wollen. „Wir basteln noch daran“, sagt er. Zumindest so viel lässt er sich entlocken: In Kooperation mit der Dechenhöhle im Sauerland, eine der meistbesuchten Schauhöhlen Deutschlands, soll es in Langenfeld eine Illumination geben. Diese Veranstaltung gilt dort seit 2011 als Besuchermagnet. So auch ab nächster Woche: Wolfgang Flammersfeld („world-of-lights“) verzaubert dann wieder das unterirdische Zauberreich der Dechenhöhle für einen Monat in eine magische Farbenwelt, bringt beeindruckende neue Lichtinstallationen im Einklang mit der Tropfsteinpracht, wie es dort in der Ankündigung heißt.

veröffentlicht am 18.02.2016 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Das passt ins Konzept der Tourismuszentrale Westliches Weserbergland, die seit 2011 für das Buchungsgeschäft und seit 2014 für die Vermarktung der Schillat-Höhle verantwortlich zeichnet. „Eine interessante Aufgabe“, sagt Gräbner über „eines der interessantesten Ausflugsziele der Region“. Voraussichtlich im Mai erwarteten die Verantwortlichen dort den 300 000. Teilnehmer bei einer Höhlen-Führung seit 2004. Diese Zahl macht aber deutlich, dass das Potenzial möglicher Gäste in der Region begrenzt ist. Das sei auch den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung in Hessisch Oldendorf bewusst geworden, erläutert Gräbner. Vom strengen Blick auf Steigerungsraten bei den Besucherzahlen hat man sich verabschiedet. Rund 19 000 Teilnehmer nahmen laut Bilanz 2015 an einer (bezahlten) Führung teil – 2014 waren es noch 20 700. „Aber immer noch ein Topwert im Vergleich zu anderen Ausflugszielen“, sagt Gräbner. Nicht in die Statistik einfließen würden weitere Besucher, die in Langenfeld die Einrichtung nutzen würden. Dass deren Zahl erheblich steigen würde, dafür nennt er andere Indikatoren. Der Umsatz des Landfrauencafés sei sehr deutlich gestiegen, auch beim Shop gebe es ein Plus, die Website (www.schillathoehle.de) habe bei den Zugriffszahlen um 30 bis 40 Prozent zugelegt.

Unter dem Begriff des Kunstwortes „natour.NAH.zentrum“ erleben die Besucher seit 2014 wesentlich bessere räumliche und inhaltliche Voraussetzungen an Deutschlands nördlichster Tropfsteinhöhle. „Leute, die schon drei-, viermal in der Höhle waren, sind nur schwer zum fünften Besuch zu bewegen“, sagt Gräbner. Die Neuausrichtung mache sich aber nun spürbar bemerkbar.

Mit dem Anbau an das bisherige Huthaus einher ging ein neues Konzept, die Schillat-Höhle als naturnahes Gesamterlebnis zu vermarkten. Die 3D-Show „Der Süntel mit den Augen des Uhus“ gehört ebenso dazu wie das Wanderinformations- und Besucherzentrum. „Schließlich sind wir hier in einem der schönsten Wandergebiete“, sagt der Geschäftsführer.

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  • Wie hier in der Dechenhöhle ist eine ähnliche Illumination in Langenfeld geplant. Matthias Gräbner: „Wir basteln noch daran.“ Foto: pr

Zwei geführte Wanderungen stehen im ersten Halbjahr rund um die Schillat-Höhle im Naturschutzgebiet Hohenstein auf dem Programm. Der Workshop „Was sind Fossilien?“ richtet sich auch an Kinder ab acht Jahren. Vorträge mit lokalem Bezug wie „Fledermäuse – Kobolde der Nacht“ oder „Pflanzenstandorte im Süntel“ sind ebenso vorgesehen wie eine Fotoführung in der Schillat-Höhle. Fotofreunde, die sich noch mehr spezialisieren wollen in ihrem Hobby, bekommen im April dann ein besonderes Angebot. Dr. Kurt Gilde, Fotograf und Spezialist in der 3D-Technik – von ihm stammen die Bilder der neuen Multivisionsshow – teilt mit ihnen dann bei einem Workshop sein Fachwissen.



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