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Patronensammler treffen sich im Baxmann-Zentrum

Scharf bewachte Geschosse

Hessisch Oldendorf (ah). Schützen mussten früher gute Zähne haben: „Damit brachen sie Papierpatronen auf“, erzählt Rudi Keim angesichts einer 17,5 Millimeter Flintenpatrone aus dem Jahre 1845. Das darin befindliche Schwarzpulver sei in die Flinte geschüttet, darauf „mit Schmackes“ die Kugel gestoßen und das Ganze dann mit einem externen Zündhütchen gezündet worden, fährt der Präsident der deutschsprachigen Gruppe der Europäischen Patronensammlervereinigung (ECRA) fort. Diese traf sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit im scharf bewachten Baxmann-Zentrum.

veröffentlicht am 07.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 19:21 Uhr

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Die Hälfte der 400 Mitglieder sind vor Ort, dazu internationale Gäste: Schützen, Jäger, Waffensammler, Feuerwerker, Angehörige von Polizei, Bundeswehr und Bundesgrenzschutz. Sie alle teilen die Leidenschaft für Patronen, Hülsen und Geschosse, tauschen sich aus und erfahren neueste Forschungsergebnisse. Die meisten stellen ihre gesammelten Schätze aus, so dass die Entwicklung der Munition von der Papierpatrone bis heute nachvollziehbar wird.

Zu sehen sind Stiftfeuerpatronen von 1900 oder mit Wildtiermotiven bedruckte Schrotpatronenhülsen. „Die stammen aus den 50er Jahren und wurden als Firmenlogo genutzt“, weiß Rudi Keim. Neben einer Papierpatrone für Vorderlader zeigt Anton Zindel aus dem Kanton St. Gallen als weiteres Schmuckstück in seiner Sammlung das Nachfolgemodell, eine metallene 18 Millimeter Ordonanz-Patrone von 1867 für Hinterladergewehre, die Patina angesetzt hat. Allein 800 Sammlerpatronen hat Erich Maler im Gepäck, darunter 250 Schrot- und 75 Jagdpatronen – „aus waffenrechtlichen Gründen natürlich ohne Munition“, betont er. Eine verschlossene Schachtel mit Schwarzpulver-Patronen, gefertigt am 20.4.1892 liegt am Nebentisch. „Die gehen aber nicht mehr“, versichert er.



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