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Finanzausschuss lehnt Vorschlag der Verkehrsgesellschaft ab – und einigt sich auf Kompromiss

Sammeltaxi-Preise sollen moderat steigen

Hessisch Oldendorf. Die Fahrpreise für das Anruf-Sammeltaxi (AST) sollen erhöht werden – jedoch nicht so drastisch, wie von der Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont vorgeschlagen. Darauf hat sich der Hessisch Oldendorfer Finanzausschuss geeinigt. „Wir wollen die Mobilität der Senioren aufrechterhalten“, begründet Ausschussmitglied Dr. Dieter Claus (SPD) den Kompromiss. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Karlheinz Gottschalk spricht von einer „moderaten Preiserhöhung“.

veröffentlicht am 23.04.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus
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Die Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen des Landkreises und Teil der Öffis, hatte eine zeitnahe Anpassung der Fahrpreise im AST-Verkehr vorgeschlagen, nachdem der Kreistag im März eine Erhöhung der Taxenpreise genehmigt hatte. Im Raum stand eine Anhebung beim Normalpreis von 4 auf 7 Euro im Nahbereich und von 4,60 auf 10 Euro für Fahrten zwischen zwei Ortsteilen. „Damit hätten sich die Preise nahezu verdoppelt. Das war uns dann doch zuviel“, meint Gottschalk.

In Hameln und Bad Pyrmont, wo ebenfalls Anruf-Sammeltaxen eingesetzt werden, wurde eine entsprechende Erhöhung der Fahrpreise bereits beschlossen. Doch nach Ansicht von Gottschalk sei die dortige Situation nicht mit jener in Hessisch Oldendorf vergleichbar. „Hameln verfügt über ein sehr gut ausgebautes Busnetz. Wer bei uns in den 24 Ortsteilen die Anruf-Sammeltaxen nutzt, ist darauf angewiesen“, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Dieser Ansicht stimmte die Gruppe von SPD und Grünen zu und hatte deshalb vorgeschlagen, die Tarife „nach und nach moderat“ anzupassen. Demnach sollte der normale Fahrpreis von 4 auf 5,50 Euro im Nahbereich und von 4,60 auf 7 Euro für Fahrten zwischen zwei Ortsteilen ansteigen. Ermäßigte Fahrten sollten künftig laut Vorschlag von SPD und Grüne im Nahbereich 2,50 statt 2 Euro und 4 statt 2,50 Euro zwischen den Ortsteilen kosten. Dem Kompromiss stimmten alle Ausschussmitglieder zu.

Gleichzeitig wurde der Verwaltung die Aufgabe angetragen, das Thema noch einmal aufzuarbeiten und in den zuständigen Gremien wie dem Ausschuss für Schule, Familie und Sport zur Diskussion zu stellen. Es solle beleuchtet werden, wann und von wem die Anruf-Sammeltaxen genutzt werden, erklärt Gottschalk. Denn weiterhin ist auch der Einsatz von Bürgerbussen eine Option. „Die Verwaltung hat für den Haushaltsplan 2016 einen Prüfauftrag erhalten. Das Anruf-Sammeltaxi muss nicht die einzige Möglichkeit bleiben, wie Mobilität gewährleistet wird“, sagt Gottschalk.

2014 wurde jeder AST-Fahrgast im Durchschnitt mit 13,81 Euro subventioniert. Insgesamt bezuschusste die Stadt den AST-Verkehr mit 14 013,17 Euro. Die Verkehrsgesellschaft hatte errechnet, dass aufgrund der Erhöhung bei den regulären Taxipreisen mit einem Mehraufwand für die Stadt von bis zu 50 Prozent zu rechnen sei, wenn die Preise nicht entsprechend angepasst würden.

Mit dem vom Finanzausschuss vorgeschlagenen Kompromiss könne man leben, sagte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Frank Wehrhahn. „Man muss abwägen, was sich machen lässt.“ Die Zuschüsse für den AST-Verkehr seien schließlich eine freiwillige Leistung und der Landkreis habe ein wachsames Auge darauf, dass diese Leistungen nicht überhandnehmen.



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