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Seit drei Jahren gibt es in Rumbeck dieses besondere Haus – mit besonderen Angeboten

Saftfasten in der „Villa Kunterbunt“

Rumbeck. Wer „Villa Kunterbunt“ hört oder liest, assoziiert diesen bekannten Namen immer mit den Helden der Kindheit: Dem Pferd „Kleiner Onkel“, den Nachbarskindern Tommy und Annika, dem Totenkopfäffchen „Herrn Nilsson“, der Lehrerin Fräulein Prysselius mit dem Spitznamen „Tante Prusseliese“ und natürlich mit jenem rothaarigen und bärenstarken Erwachsenenschreck Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraims Tochter Langstrumpf, besser bekannt als Pippi Langstrumpf. Doch die Villa Kunterbunt ist nicht nur der literarischen Fantasie Astrid Lindgrens entsprungen, es gibt sie wirklich. Dabei ist sie keineswegs in Schweden oder im Taka-Tuka-Land zu finden, sondern in Rumbeck direkt an der Weser.

veröffentlicht am 27.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Stefan Bohrer
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Seit drei Jahren gibt es dieses besondere Haus, das Alois Schräder und Dirk Bartling gehört. Sie wollten ein Mehrgenerationenhaus an prominenter Stelle erschaffen. Das ist natürlich zumindest landkreisweit überhaupt nichts besonders, denn in nahezu jedem Dorf im Weserbergland gibt es Häuser, in denen mehrere Generationen unter einem Dach wohnen. Das Angebot und die Freizeitaktivitäten der Rumbecker Villa Kunterbunt unterscheiden sich von anderen Häusern. Die Rumbecker Einrichtung ist nicht nur ein Wohnhaus, sondern zugleich ein Seminarzentrum. „Neben Wohnkultur bieten wir Yoga, Meditation, Saft-Fasten und verschiedene andere Projekte für ‚stinknormale‘ Menschen zwischen 20 und 80 Jahren an“, formuliert es Alois Schräder salopp und weist darauf hin, dass es sich bei diesen Seminaren keineswegs um „esoterischen Schnick-Schnack“ handelt. Zumal der gebürtige Münsteraner eine fundierte Ausbildung mitbringt. Er ist examinierter Krankenpfleger, arbeitet seit 15 Jahren als Yogalehrer und leitet seit zehn Jahren Kurse im Heilfasten. „Natürlich kann jeder die Kurse, die wir in der Villa Kunterbunt anbieten, auch zu Hause im stillen Kämmerlein allein machen. Aber das heißt noch lange nicht, dass er es dann auch richtig macht“, gibt Schräder zu bedenken. Insbesondere für das Saftfasten gilt, dass es in der Gemeinschaft durchgeführt werden sollte. „Nur Saft zu trinken, um den Körper wieder in Form zu bringen, bringt überhaupt nichts“, weiß der versierte Seminarleiter. Dazu gehörten auch intensive Gespräche, gemeinsame Spaziergänge, leichte sportliche Übungen und vor allem: Dem Körper eine Auszeit vom Alltag in einer anderen Umgebung zu gönnen, quasi eine Art Rundum-Wellness über einen längeren Zeitraum, fügt er an. Doch was ist eigentlich Saftfasten? Beim Saftfasten nehmen die Teilnehmer während der gesamten Kur ausschließlich Gemüse- und Obstsäfte, Wasser und Tee zu sich. „So eine Kur sollte nicht länger als ein Wochenende dauern“, erklärt Alois Schräder. Er weist daraufhin, dass aus medizinischer Sicht eine länger andauernde Kur nicht zu empfehlen sei, da dem Körper wertvolle Eiweiße und andere Nährstoffe fehlen. Als Ausgleich zu üppiger Schlemmerei kann es aber für ein Wochenende durchaus sinnvoll sein, einfach mal nur Säfte zu trinken, zumal nachhaltig die Pfunde purzeln. Da das Saftfasten eine abgemilderte Form des klassischen Heilfastens ist, müssen allerdings auch die Ernährungsgewohnheiten überdacht und angepasst werden, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen. Hier gibt Alois Schräder in seinen Wochenendseminaren wertvolle Tipps. „Diese besondere Form des Verzichts wirkt sich nur dann langfristig positiv aus, wenn eine ausgewogene und fettreduzierte Ernährung im Anschluss durchgeführt wird“, betont der Rumbecker. Das nächste Seminar zum Thema „Saftfasten“ bietet Schräder am zweiten Februarwochenende in der „Villa Kunterbunt“ an. Interessenten können sich mit ihm telefonisch unter 0177/6329391 in Verbindung setzen.

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  • Alois Schräder trinkt naturtrüben Apfelsaft zum Entschlacken.


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