weather-image

Einengung zwingt Raser vom Gaspedal / Bau eines Bürgersteigs an der Westseite der L 434 geplant

Rohdener lassen nicht nach: Kampf geht weiter

Hessisch Oldendorf (pj). „Durch die Einengung der Fahrbahn wird nicht mehr so schnell gefahren“, freuen sich die Rohdener. Doch bis es endlich soweit war, sind Jahrzehnte vergangen, wie Rohdentals stellvertretender Ortsbürgermeister Heinz Hartmann am Mittwochabend im Pressegespräch erklärt. Erst mit dem Protest und der Gründung der Bürgerinitiative „ist deutlich geworden, wie stark es brennt“, gesteht Markus Brockmann, Leiter des Geschäftsbereiches Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Initiative, Stadtverwaltung, Verkehrsbehörde des Landkreises, Polizei, ADAC, Politiker und die Landesbehörde hatten sich schnell darauf verständigt, das Problem im Bereich der Landesstraße 434 zwischen Hessisch Oldendorf bis hinter das Ortsende von Rohden gemeinsam anzugehen. Und so konnten auch schnell erste Maßnahmen umgesetzt werden. Doch dies ist für die Initiative längst nicht genug: „Dies kann nur der Anfang sein.“

veröffentlicht am 31.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 15:41 Uhr

Rot-weiße Pfosten engen die Landesstraße ein. Seit sie stehen, w
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Schaffen einer Querung ist Hauptanliegen

„Es hat eine lange Geschichte, und die ist noch nicht zu Ende“, führt Bürgermeister Harald Krüger aus. Er könne nur zu gut verstehen, dass die Initiative mit dem bisher Erreichten noch nicht zufrieden sei. „Zufrieden sind wir mit der Zusammenarbeit“, sagt Mark Ziegler, Mitglied der Bürgerinitiative. Es sei „wichtig, bei den noch ausstehenden Maßnahmen alle Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen“. Udo Kiewitt von der Interessengemeinschaft führt aus, dass „eine Querung das Hauptanliegen ist“. Dass diese kommen muss, darüber sind sich alle Beteiligten einig. „Es muss jetzt festgelegt werden, wo sie angelegt werden soll“, sagt Harald Krüger. Ob eine Dunkelampelanlage aufgestellt, Verkehrsinsel oder Nasen geschaffen werden, die in die Fahrbahn hineinragen, in jedem Fall sollen erst konkrete Zahlen her. Schulwegplanung, Wanderwegebeziehungen und der Freizeitverkehr zum Waldbad sollen bei den Zählungen, die im Sommer durchgeführt werden, berücksichtigt werden. Gegen das Anlegen eines Zebrastreifens gibt es Bedenken, da dieser kaum mehr Sicherheit schaffe, sagt Brockmann.

Anlieger an Kosten für Gehweg beteiligt

Um den Schulweg sicherer zu machen, wird der Bau eines Bürgersteigs auf der Westseite der Landesstraße notwendig. Bisher überqueren die Kinder die stark befahrene Straße, um zur Bushaltestelle im Bereich der Weinschänke Rohdental zu kommen. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es auch eine Haltestelle, doch dort gibt es keinen Gehsteig. Hartmut Büttner, Leiter des Fachbereiches Bauen der Stadt Hessisch Oldendorf, erklärt, dass die Kosten für einen Bürgersteig zwischen Rohdener Heide und Brinkstraße sich auf rund 60 000 Euro belaufen werden. Die Anlieger haben nach der Straßenausbausatzung davon 24 000 Euro zu tragen.

Einig sind sich alle, die am Tisch saßen, um die Sicherheit auf der Landesstraße zwischen Hessisch Oldendorf und dem Rohdener Ortsausgang in Richtung Autobahn zu verbessern, dass an der Einmündung zur Siedlung am Rosenbusch in Hessisch Oldendorf eine Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger geschaffen wird. „Das ist baulich einfach umzusetzen“, sagt Markus Brockmann. Außerdem werde dort vom Landkreis Tempo 70 angeordnet.

Keine Lösung für Zufahrt zum Sportplatz

Um die Sichtverhältnisse am Wirtschaftsweg südlich von Segelhorst zu verbessern, werden die Büsche zurückgeschnitten. Brockmann ist zuversichtlich, dass Radfahrer und Fußgänger, die dort auf dem Wege zur Schule die Straße überqueren, später zum sicheren Überweg im Bereich Rosenbusch umgeleitet werden können. Noch keine Lösung ist für die Zufahrt zum Sportplatz gefunden. „Hier haben wir eine schwierige Situation, die nicht ohne größeren finanziellen Aufwand zu lösen ist“, so der Behördenleiter. Zunächst sollen Zählplatten aufgelegt werden, um genauere Informationen über die dort gefahrene Geschwindigkeit zu erhalten. In Richtung Rohden gilt es einen weiteren Punkt zu entschärfen. An Buchmeiersweg laufen heute die Fußgänger über die Landesstraße. Dieses Problem könne mit einem Gehweg zwischen Ellerbachstraße und Rohdental und einer sicheren Verbindung zum Friedhof gelöst werden, glauben die Fachleute. Tempo 70 gilt bereits im Bereich der Einmündung der Ellerbachstraße. Von der Brinkstraße bis zum Ortsausgang in Richtung A 2 ist die Straße durch rot-weiße Pfosten eingeengt worden.

Nördlich von Rohden kreuzt der Wanderweg zum Schneegrund die Landesstraße 434. Hier müssen drei Fahrbahnspuren überquert werden. Eine Verlegung des Weges in Richtung Rohden macht den Wanderparkplatz überflüssig und das Queren der Straße sicherer, wie Brockmann ausführt. Um den Weg zu verlegen, seien Gespräche mit der Forst notwendig, fügt er an.

Die Mitglieder der Initiative verdeutlichen, dass sie auch künftig nicht nachlassen: „Unser Kampf für mehr Sicherheit geht weiter.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt