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Bürgerinitiative gegen Steinbrucherweiterung gründet sich am Donnerstag

„Rettet den Süntel“

LANGENFELD. Die geplante Erweiterung des Steinbruchs bei Langenfeld ist ein heiß diskutiertes Thema. Im Juni war eine Online-Petition gestartet worden, der dann durch einen Faktencheck widersprochen wurde. Nun planen die Initiatoren der Online-Petition, eine Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung zu gründen.

veröffentlicht am 11.07.2017 um 11:18 Uhr
aktualisiert am 11.07.2017 um 20:19 Uhr

Was hier noch Wald ist, soll bald einem Loch weichen. Die Bürgerinitiative „Rettet den Süntel“ will dagegen vor das Verwaltungsgericht ziehen. Foto: dana
Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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Über 2400 Unterschriften hat die Online-Petition „Rettet den Süntel – Nein zum Kahlschlag im Naturschutzgebiet“ inzwischen schon, darunter auch die des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen Hessisch Oldendorf. Darüber hinaus hatten Freiwillige Flugblätter verteilt, die auf die Petition aufmerksam machten. Diese setzt sich unter anderem für den Schutz von Tieren und Pflanzen im Gebiet der vorgesehenen Erweiterung ein.

Dem gegenüber hatte der Betreiber des Steinbruchs, die Norddeutsche Naturstein GmbH (NNG) ein Gutachten in Auftrag gegeben. In diesem wird einigen der Fakten, die die Online-Petition anführt, widersprochen. Unter anderem sei mit keinen negativen Auswirkungen auf Schutzgebiete zu rechnen, des Weiteren treffe der Begriff Kahlschlag für die Rohdungsarbeiten, die bereits durchgeführt worden, nicht zu. Diese vorbereitenden Arbeiten waren vom Gewerbeaufsichtsamt Hannover genehmigt worden, weil eine positive Prognose für die Genehmigung besteht. Eine endgültige Genehmigung über die Steinbrucherweiterung steht allerdings noch immer aus.

„Für den weiteren Weg brauchen wir einen langen Atem und eine starke Gemeinschaft“, begründen die Gründer der Online-Petition daher die Gründung der Bürgerinitiative. „Wichtig ist, zu verdeutlichen, dass hier nicht nur Einzelpersonen, sondern eine große Gruppe gegen die Erweiterung ist.“

Dabei soll sich die Bürgerinitiative nicht auf Einwohner Langenfelds beschränken. „Es gibt auch viele Interessenten und Betroffene in anderen Orten, zum Beispiel in Segelhorst, Rohden und Hattendorf“, sagt Brigitte Klein aus dem Organisationsteam. Die Einwohner dieser Ortschaften würden zwar weniger durch Lärm vom Steinbruch selbst beeinträchtigt, wohl aber durch die Lastwagen, die durch ihre Dörfer fahren, oft auch bereits frühmorgens.

Zur Gründungsversammlung ist daher jeder Interessierte „herzlich willkommen, der sich mit uns für den Naturschutz einsetzen möchte“, heißt es von den Organisatoren.


Termin: Die Gründungsversammlung der Bürgerinitiative „Rettet den Süntel“ findet am Donnerstag, 13. Juli, um 19 Uhr im Gasthaus Becker in Langenfeld statt. Fragen beantwortet Brigitte Klein unter der Telefonnummer 05752/1334. Die Online-Petition finden Sie unter https://weact.campact.de/petitions/stoppt-steinbruch-erweiterung-langenfeld, der Faktencheck ist auf www.nng-segelhorst.de nachzulesen.

Mein Standpunkt
Johanna Lindermann
Von Johanna LindermannDWZ

Die Gründung einer Bürgerinitiative geht einen Schritt weiter als die Online-Petition, was nach dem Ergebnis des Faktenchecks auch nachvollziehbar ist. Ob sie etwas bewirken kann, bleibt natürlich abzuwarten, doch zumindest werden die Erweiterungsgegner, die sich zuvor nur in 2400 Unterschriften darstellten, nun sichtbarer.



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