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Regen vernichtete vor 100 Jahren die gesamte Getreideernte

Pötzen. Wer über das Wetter jammert, dem sei dringend geraten, seine Erwartungshaltung dem anzupassen, was für das Weserbergland zu erwarten ist. Oder vielleicht hilft auch der Blick in eine Chronik. Vor genau 100 Jahren war die Wetterlage in den Sommermonaten noch wesentlich schlechter als in diesem Jahr.

veröffentlicht am 14.08.2012 um 15:27 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

Nicht immer konnten die Erntewagen in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts so hoch beladen werden. Foto: Chronik
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Pötzen. Wer über das Wetter jammert, dem sei dringend geraten, seine Erwartungshaltung dem anzupassen, was für das Weserbergland zu erwarten ist. Oder vielleicht hilft auch der Blick in eine Chronik. Vor genau 100 Jahren war die Wetterlage in den Sommermonaten noch wesentlich schlechter als in diesem Jahr. Von Peter Jahn

Heinz Beißner hat die Chronik der ehemaligen Schule seines Heimatdorfes zur Hand genommen, um zu sehen, wie das Wetter im Sommer 1912 war. Und siehe da: Vor genau 100 Jahren war die Wetterlage in den Sommermonaten noch wesentlich schlechter als in diesem Jahr. Die Menschen in den Dörfern am Süntel schrammten eben Mal an einer Katastrophe vorbei.

In der Chronik vermerkte Lehrer Peter für das Schuljahr 1912/13, das nicht erst im Herbst wie heute sondern bereits im Frühjahr begann: „Die diesjährige Ernte war für die Landleute so schlecht, wie sie wohl noch keiner erlebt hat. Das Korn hatte sich im Frühjahr und Sommer sehr gut entwickelt und versprach eine großartige Ernte. Aber zuerst, als der Roggen in Ähren stand, wurde er zum Teil durch Hagelschlag zerstört. Bei der Ernte gab er darum einen geringen Körnerertrag, aber er kam wenigstens trocken unter Dach und Fach.

Während der Weizenernte setzte eine Regenperiode ein, die fast ununterbrochen sechs Wochen anhielt, so dass der noch auf dem Felde stehende abgemähte Weizen und Hafer nicht eingebracht werden konnte.

Wie die Ernte vor 100 Jahren ausfiel und wie die Bilanz dieses Jahr aussieht, lesen Sie in der Dewezet.

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