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Polizei und Stadtverwaltung sprechen über Problemfelder / „In den Dörfern regelt sich vieles durch die soziale Struktur“

Raser und Ruhestörungen bereiten Kopfzerbrechen

Hessisch Oldendorf (pj). „Wenn es Probleme gibt, konzentrieren diese sich auf die Kernstadt“, sagt Kriminalhauptkommissar Ulrich Ma-thies im Gespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung. Mathies nennt in diesem Zusammenhang die Ärgernisse Lärm, Ruhestörung und schnelles Fahren. Immer wieder beschweren sich Stadtbewohner darüber, dass vor allem in der Welseder Straße mit Autos Rennen gefahren würden.

veröffentlicht am 05.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 21:41 Uhr

Bürgermeister Harald Krüger (links) im Gespräch mit Kriminalhaup
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Der Blick in die aktuelle Statistik zeige, dass die Straftaten zunehmen und die Aufklärungsrate leicht sinke. „In Prozenten ausgedrückt sieht das schlimm aus, in absoluten Zahlen gesehen ist die Steigerung der Straftaten aber gering“, beruhigte Mathies. Die Steigerung betreffe die Betäubungsmittel, dennoch sehe er kein Problem. Von einer Drogenszene könne man in der Stadt nicht sprechen, bestätigten auch andere Polizeibeamte.

„Hessisch Oldendorf hat mit seinen 19 200 Einwohnern und seinen 24 Ortsteilen eine dörfliche Struktur, und in den Dörfern regelt sich vieles durch die soziale Struktur“, erklärt der Kriminalhauptkommissar. Im vergangenen Jahr sei man in der Weserstadt, abgesehen vom Überfall auf die Sparkasse, von schweren Delikten verschont geblieben.

Der Leiter der Dienststelle in der Rüschstraße lobt die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei und Schulen. So könne schnell eingegriffen werden, damit es nicht zu Auswüchsen komme, wenn Schüler die Schule schwänzen. In den Schulen gäbes darüber hinaus „Vorkommnisse, die sich aber in überschaubarem Rahmen bewegen und nicht besorgniserregend sind“. Mit der Stadtverwaltung klappe die Abstimmung auch sehr gut, das zeige sich bei großen Veranstaltungen wie dem Karnevalsumzug, das Felgenfest und dem VW-Veteranentreffen, das im Vorjahr viele tausend Menschen in die Stadt gelockt hatte. Bürgermeister Harald Krüger bezieht auch die Feuerwehr ein, die als Partner bei großen Veranstaltungen unverzichtbar sei. Ulrich Mathies ging auf den großen Karnevalsumzug im Vorjahr ein und erinnerte daran, dass gezielte Kontrollen durchgeführt wurden. „Es gab sicherlich Ausfallerscheinungen – wir werden den Alkoholkonsum nicht verhindern können“, schränkte der Kriminalhauptkommissar ein. Er erwähnte auch den Vorfall in einer Gaststätte in Hessisch Oldendorf in der Nacht zum Rosenmontag.

Dass es in der Stadt in punkto Sicherheit nahezu reibungslos läuft, führt Ulrich Mathies nicht zuletzt darauf zurück, dass sich die handelnden Personen, die Polizisten, die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die Lehrer und die Feuerwehrleute, persönlich kennen. Wolfgang Linde, bei der Stadtverwaltung zuständig für Ordnung und Sicherheit, sagt dazu: „Es ist oft wichtig, dass schnell pragmatische Lösungen gefunden werden.“

Auf die Situation auf dem Parkplatz Südwall in der Kernstadt angesprochen, wo es Probleme mit Jugendlichen geben soll, wie man in der Stadt immer wieder hören kann, erklärte der Leiter der Polizeistation, dass die Ordnungshüter dies nicht bestätigen können, denn „bis heute liegt uns keine Anzeige vor“. Der Parkplatz wird von Polizeibeamten bei ihren Touren durch die Stadt regelmäßig angesteuert, um auch dort nach dem Rechten zu sehen.



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