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Kritik an Straßenbauamt und Stadt / Heimatverein investiert 11 700 Euro in Dorfverschönerung

Radler mit System an Fischbeck vorbeigeführt

Fischbeck (pj/jak). Der Vorsitzende des Heimatvereins, Werner Schrandt, kritisiert das Straßenbauamt und die Stadtverwaltung in Hessisch Oldendorf wegen der momentanen Radwegbeschilderung. Es werde der gesamte Fremdenverkehr, der sich entlang des Flusses bewege, „mit System am Stiftsdorf vorbeigeführt“. Keine Chance hätten die ortsunkundigen Radler, „dieses sehenswerte Dorf mit dem Stift aufzusuchen“, was zum Schaden der Gastronomie sei. „Zwölf Beherbergungsbetriebe gehen deshalb leer aus“, ärgert sich Werner Schrandt.

veröffentlicht am 16.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 17:21 Uhr

Diese Radwanderer waren gestern auf dem Weg zwischen Wehrbergen
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Schrandt: Wenig Aufwand für geordnete Wegweisung

Die Zahl der Radwanderer werde mit 250 000 pro Jahr angegeben – ein riesiges Potenzial, wie der Vorsitzende des Heimatvereins erklärt. Nur, dass die Radler, die weserabwärts unterwegs sind, hinter Wehrbergen nicht nach Fischbeck kommen. Bis gestern war das Hinweisschild in Richtung Stiftsdorf mit einem roten Kreuz versehen. Erst die Intervention des Vorsitzenden des Heimatvereins beim Straßenbauamt änderte etwas daran. Was Werner Schrandt außerdem ärgert: „Und sollte sich jemand doch einmal nach Fischbeck verirren, fände er sich hier nicht zurecht“ und nie wieder heraus und auf den Weg entlang der Weser. „Sind wir in einer modernen Zeit nicht in der Lage, die Wege vernünftig auszuzeichnen?“, fragt Werner Schrandt in Richtung Stadtverwaltung. „Hessisch Oldendorf ist so weit und so fremd, kein Termin wird eingehalten“, ärgerte sich der Vorsitzende am vergangenen Freitag in der Jahresversammlung des Heimatvereins Fischbeck im TSC-Sportheim.

Werner Schrandt ist überzeugt, dass im Stiftsdorf „mit wenig Aufwand eine geordnete Führung der Radwanderer erfolgen kann“. Man könne den Weg zum Stift ausweisen und dann weiter über Gut Stau nach Hessisch Oldendorf führen, fügt er an. „Dazu benötigt man nur einige wenige kleine Hinweisschilder“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins. Er wolle sich von Vertretern der Stadtverwaltung nicht damit vertrösten lassen, dass ein Gesamtkonzept in Arbeit sei. „Das kann man auch außerhalb der Dorferneuerung regeln“, betont Werner Schrandt.

In der Jahresversammlung dankte Ortsbürgermeister Günter Peschke „für die ehrenamtlichen Leistungen, die der Heimatverein alljährlich erbringe und „die die Stadt kaum oder gar nicht erbringen kann“. „Wohltuend und erfreulich ist es, wenn der Heimatverein mit immer neuen Ideen ständig unsere Ortschaft bereichert“, lobte der Ortsbürgermeister.

Buch über König Arnulf wird vorbereitet

In diesem Jahr investiert der Heimatverein einen fünfstelligen Betrag in die Gestaltung und Verschönerung des Stiftsdorfes. In Planung befinden sich Vereinsarbeiten, die mit 11 700 Euro die Kasse belasten werden. Der Vorsitzende Werner Schrandt erhielt hierfür die volle Zustimmung der Mitglieder. Investiert wird in die Obstbäume am Sommerweg, eine Blutpflaume soll im Stiftsgarten und ein Baum an der Lachemer Straße gepflanzt werden. Auf der Arbeitsliste stehen die Wanderweggestaltung und das Aufstellen einer Informationstafel am Finnenberg. Die Straßenkarten am Radweg sollen ausgewechselt und Informationstafeln am alten Feuerwehrhaus und am Eingang zum Gewerbegebiet Goldbinnen aufgestellt werden. Neben Maßnahmen an der Ecke der Poststraße und am Grillplatz soll eine geschichtliche Darstellung unter dem Titel „König Arnulf“ als Buch herausgebracht werden. Erst kürzlich konnte die Tafel, die an die Flutkatastrophe von 1966 erinnert, im Beisein mit Zeitzeugen am Damm eingeweiht werden. „Mein besonderer Dank gilt Rainer Halbauer, der das moderne, ansprechende Trägersystem für die Informationstafel auswählte und die gesamte Organisation regelte“, sagt Werner Schrandt.

„In Arbeitseinsätzen haben wir im Vorjahr über 600 Arbeitsstunden geleistet und verschönerten unser Dorf. Stellvertretend gilt mein Dank dem Organisator Heinz Lischper sowie allen Helferinnen und Helfern“, betont der Vorsitzende des Fischbecker Heimatvereins. „Die Renovierung der Bank- und Tischanlage an der Muschel hatte ebenfalls der Heimatverein getragen, da die öffentliche Hand als Eigentümerin dafür keine Mittel bereitstellen konnte“, führte Schrandt weiter aus.



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