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OCC muss wegen Krankheit umplanen / Schlüsselübergabe verzögerte sich

Prunksitzung statt Prinzenball

HESSISCH OLDENDORF. Tote Hose im Baxmann-Zentrum, nichts ist geschmückt – zehn Tage vor dem Prinzenball! Bedeutet das, dass nach dem Karnevalsumzug nun auch die Auftaktveranstaltung des Oldendorfer Carnevals Clubs ins Wasser fällt? „Die Halle war an ein Fitnesszentrum vermietet, dadurch erhalten wir erst heute den Schlüssel von der Stadt“, erklärt Schriftführerin Frederike Knief Ince.

veröffentlicht am 04.01.2018 um 11:54 Uhr
aktualisiert am 04.01.2018 um 19:20 Uhr

Mini- und Prinzengarde des OCC beim Proben in der noch ungeschmückten Halle des Baxmann-Zentrums. Foto: ah
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Annette Hensel Reporterin
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„Und es stimmt: Es gibt in diesem Jahr tatsächlich keinen Prinzenball“, ergänzt ihr Bruder Daniel.

Aus gesundheitlichen Gründen habe das auserkorene Prinzenpaar die Thronbesteigung absagen müssen. „Somit führt uns kein neues Prinzenpaar durch diese Session; deshalb werden wir die Veranstaltung am 13. Januar nicht Prinzenball, sondern Prunksitzung nennen“, sagt Knief, dessen Schwester betont: „Es ist der Wurm drin, dabei war zuletzt alles auf so einem guten Wege, kam das sinkende Narrenschiff, wie unser Verein bezeichnet wurde, mit der Aladin-Show 2016 wieder auf Kurs.“

Bis zur OCC-Prunksitzung 2018 gibt es mehr als genug zu tun. Dass die Halle, die sonst bis zum Vorjahresende für den Karneval vorbereitet werden konnte, bislang nicht zugänglich war, wirft den Verein enorm zurück.

So kommt man beim Karneval ganz groß raus. Foto: ah
  • So kommt man beim Karneval ganz groß raus. Foto: ah

„Wir hoffen mit unseren drei Garden und unseren Tanzmariechen noch diese Woche auf der großen Bühne proben zu können – vor allem für die Minigarde ist das ganz wichtig“, erklärt Frederike Knief Ince, die die jüngste OCC-Gruppe leitet. Inwieweit die Hallendekoration innerhalb einer Woche ansprechend gestaltet werden kann, bleibe abzuwarten. „Erstmal müssen wir alles reinigen, bevor wir uns um den Bühnenaufbau kümmern können“, fährt sie fort. „Den ganzen Sonntag über werden Vorstand und Elferrat in der Halle sein und so viel wie möglich herrichten“, sagt Daniel Knief und ergänzt: „Dabei wollen wir auch unser komplett neues Bühnenbild aufbauen.“ Selbst wenn es keine Proklamation eines Prinzenpaares geben wird: „Unser Programm am Samstag, 13. Januar ist vielfältig und bunt“, betonen die Geschwister, die nach Knief Inces Babypause wieder als Tanzpaar auftreten werden.

Los geht es um 20.11 Uhr (Einlass: 19.11 Uhr) mit dem Einmarsch. Neben den OCC-Gruppen stehen die Moskitos und die Ladykracher von Hanne’s Dance Company auf der Bühne, das Rintelner Männerballett, Karnevalssänger Dominik Glaser, Zauberer Simabu aus Hannover sowie Travestiekünstler Maria Crohn. Zum Programm gehören außerdem artistische Einlagen, Clownerie und DJ Memos Musik zum Tanzen. „Natürlich werden wir mit einer Schweigeminute auch unseres verstorbenen Ehrenpräsidenten Heiner Amelung gedenken, der so viel Gutes für den OCC getan hat“, teilt der Vorstand mit. Karten für die Prunksitzung gibt es übrigens nur an der Abendkasse.

Mit dem Kinderkarneval mit Bühnenprogramm, Spielen und Kinderdisco geht das närrische Treiben am Sonntag, 21. Januar weiter, gefolgt von der Schlager-Party am 27. Februar. Am 8. Februar ziehen die Hexen vormittags mit Lippenstift und Schere durch Hessisch Oldendorf, abends feiern sie dann ausgelassen im Baxmann-Zentrum. „Der Hexenball wird der Höhepunkt und zugleich der offizielle Abschluss unserer diesjährigen Session sein“, betont Frederike Knief Ince. Ohne erwachsenes OCC-Prinzenpaar falle die Schlüsselübergabe am Rathaus flach – ebenso wie der Karnevalsnachmittag für die ältere Generation. „Früher kamen Busse mit Senioren aus den Altenheimen zu uns, die Resonanz hat jedoch so abgenommen, dass wir zuletzt gerade einmal 100 Gäste in der Halle begrüßen konnten“, sagt sie.

„Schade, aber auch verständlich“ – vielleicht lauten die Reaktionen auf den abgespeckten Karnevalsveranstaltungskalender in Hessisch Oldendorf so, wie sie auch bei der offiziellen Absage des Umzugs ausfielen. „Umzug braucht keiner“, so sei die Absage auf Facebook kommentiert worden, erzählt Daniel Knief. Mit Blick zurück kommt ihm das Blitzeis in den Sinn, aufgrund dessen vor einem Jahr nur rund 100 Gäste zum Prinzenball kamen. „Wollen wir hoffen, dass wir dieses Jahr wenigstens von Wetterkapriolen verschont bleiben“, meint er.



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