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Kommissar hat Strangulationsmale

Polizisten verletzt – renitente Jecken in Zellen gesperrt

Hessisch Oldendorf (ube). „Kamelle statt Promille“ – so lautete das Motto der Hemeringer Jecken beim Karnevalsumzug in Hessisch Oldendorf. Mit der Umsetzung dieses Slogans hatten einige Narren bei einer späteren Fasching-Feier jedoch so ihre Probleme: Es gab Randale und rohe Gewalt. Unglaublich: Ein 50-Jähriger, der einen Platzverweis missachtet hatte und abgeführt werden sollte, strangulierte zu mitternächtlicher Stunde einen Zivilbeamten (37) der Tatort-Gruppe mit einem Schal – und zwar so heftig, dass der Kriminalkommissar rote Strangulationsmale am Hals davontrug. Die Bilanz: Zwei verletzte Ermittler, zwei Jecken in Arrestzellen sowie einige Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

veröffentlicht am 23.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 18:21 Uhr

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Randalierer werden

Handschellen angelegt

Kurz nach Mitternacht kam es vor einer Gaststätte in der Goethestraße zu einem Großeinsatz. Um 0.03 Uhr wurde der Polizei gemeldet, ein Gast mache während einer Faschingsfeier in der Kneipe Randale und beschädige fremde Sachen. 17 Minuten später waren zwei Polizisten vor Ort – sie trafen auf eine Gruppe von rund 40 überwiegend angetrunkenen Personen. Die Beamten legten dem mutmaßlichen Randalierer – ein 34-Jähriger aus Hessisch Oldendorf – Handfesseln an, nahmen den Mann in Gewahrsam und führten ihn zum Streifenwagen. Der Verdächtige sollte in eine Arrestzelle der Polizeiwache Hameln gesperrt werden.

54-Jähriger greift

Gefesselten an

Angeführt durch einen 54-Jährigen folgte ein Teil der Gruppe lautstark den Beamten zum Funkwagen. Die Polizisten mussten Verstärkung anfordern. „Erst mithilfe von zwei weiteren Polizisten gelang es, die Personen vom Einsatzfahrzeug wegzudrängen, wobei es allerdings zu Handgreiflichkeiten gegenüber den Kollegen kam“, schildert Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki die aufgeheizte Situation. Auch innerhalb der Gruppe sei gerangelt worden. „In dieser Phase gelang es dem 54-Jährigen, unbemerkt an den Streifenwagen zu gelangen. Der Mann öffnete eine Tür des Streifenwagens und versuchte, auf den gefesselten 34-Jährigen einzuprügeln“, so Jörn Schedlitzki. Einem Polizeioberkommissar (37) sei es gerade noch gelungen, den gewaltbereiten Mann an seinem Vorhaben zu hindern. Der Beamte habe den Angreifer an einem Oberarm vom Fahrzeug weggerissen. Als Reaktion darauf „schlug der 54-Jährige dem Polizisten die flache Hand in das Gesicht und trat ihm gegen ein Schienbein“, sagte Schedlitzki.

Unweit dieses Angriffes auf einen Polizeibeamten missachtete ein 50-Jähriger einen bereits gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis der Polizei. Daher sollte dieser „Narr“ in Gewahrsam genommen werden. Doch der Renitente widersetzte sich, indem er die Beamten stieß und den Schal eines Kommissars (37) ergriff und diesen zuzog.

Verstärkung rückt

aus nah und fern an

Die in Bedrängnis geratenen Polizisten forderten Unterstützung an. Bis Einheiten mit Blaulicht und Sirene aus Rinteln, Bad Münder, Bückeburg, Bad Nenndorf und Nienburg eintrafen, „pöbelten weitere Betrunkene die Einsatzkräfte an und störten deren Amtshandlungen“, sagte Oberkommissar Jörn Schedlitzki.

Bereits während des Karnevalumzuges hatte ein angetrunkener junger Mann aus Hessisch Oldendorf in Höhe des Marktplatzes randaliert. Einsatzbeamte der Polizei brachten den 18-Jährigen zur Polizeiwache in der Rüschstraße und veranlassten, dass der Vater ihn nach Hause holte.

Um 16.20 Uhr schlug ein stark angetrunkener 20-Jähriger an der Langen Straße und an der Paulstraße zwei Fensterscheiben ein. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 750 Euro.



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